Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

Aktien New York: Konjunkturangst treibt Anleger wieder in die Flucht

14.08.2019 20:17:28

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an den US-Börsen haben am Mittwoch nach einem Erholungstag schon wieder die Reißleine gezogen. Kurze Hoffnung im Handelskrieg zwischen den USA und China wich umgehend wieder den Konjunktursorgen. Der Dow Jones Industrial weitete sein Minus aus und stand zwei Stunden vor Schluss 2,38 Prozent tiefer bei 25 653,94 Punkten. Er steuert so wieder auf sein Tief seit Juni zu, das er vor einer Woche bei 25 440 Zählern markiert hatte.

Neue Konjunkturängste kamen vor allem wegen der Situation am Anleihemarkt und frischer Wirtschaftsdaten aus China auf. Bei US-Renten war eine Situation zu beobachten, die am Markt als Rezessionssignal gilt. Zeitweise war die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen niedriger als jene der zweijährigen Papiere. Eine Konstellation mit niedrigeren Langfrist- als Kurzfristzinsen bezeichnen Fachleute als "inverse Zinskurve". In China war die Industrieproduktion derweil im Juli auch wegen des Handelsdisputs so langsam gestiegen wie seit 2002 nicht mehr.

Angesichts drohender Preissteigerungen vor dem Weihnachtsgeschäft hatte die US-Regierung zwar am Vortag die Einführung angekündigter Strafzölle verschoben, doch viele Börsianer blieben auch hier nach den Erfahrungen der vergangenen Monate skeptisch. "Wenn man sich anschaut, wie die letzten Gespräche gelaufen sind, dann gibt es wenig Anlass für Optimismus", sagte Analyst Craig Erlam vom britischen Broker Oanda.

Im Gleichschritt mit dem Dow ging es vor diesen Hintergründen auch für die übrigen bedeutenden US-Indizes wieder deutlich bergab. Der marktbreit aufgestellte S&P 500 fiel um 2,39 Prozent auf 2856,48 Punkte und der technologieorientierte Nasdaq 100 -Index verlor 2,67 Prozent auf 7521,57 Zähler.

Bei den Einzeltiteln gab es zur Wochenmitte individuell nur wenig Kursbewegendes. Ölwerte litten mit deutlichen Abschlägen darunter, dass die Ölpreise am Mittwoch ihren Vortagsanstieg wieder revidierten. ExxonMobil waren im Dow mit einem Abschlag von 3,3 Prozent unter den größeren Verlierern. Titel der Branchendienstleister Halliburton und Schlumberger fielen im S&P 500 jeweils um etwas mehr als 6 Prozent.

Am breiten Markt sorgten vor allem die Papiere der Kaufhauskette Macy's für Gesprächsstoff. Sie brachen nach vorgelegten Quartalszahlen um 13 Prozent auf den tiefsten Stand seit 2010 ein. Der Betreiber von mehr als 800 Warenhäusern in den USA hatte das Gewinnziel für das laufende Jahr gekappt und so branchenweit die Anleger verstimmt. Beim Wettbewerber JCPenney ging es für die Aktien um fast 7 Prozent bergab.

Bei Viacom und CBS trieben kritische Analystenkommentare die Anleger nach der am Vortag erfolgten Einigung auf die Fusionsbedingungen in die Flucht. Die meistgehandelten Aktiengattungen der beiden Medienkonzerne sackten jeweils um mehr als 7 Prozent ab. Das Analysehaus Bernstein hatte CBS wegen der Fusion gleich um zwei Stufen abgestuft. Analyst Todd Juenger geht davon aus, dass die Synergien erblassen werden im Vergleich zu den strukturellen Problemen, die die CBS-Aktionäre mit Viacom erbten.

Im Pharmabereich versetzen offenbar laufende Ermittlungen gegen Teva und Mylan die Anleger in Unruhe. Die Aktien büßten 9,4 Prozent beziehungsweise 7,8 Prozent ein, nachdem es hieß, ihnen werde vom US-Senator Bernie Sanders und dem US-Abgeordneten Elijah Cummings eine "offensichtlich koordinierte Marktbehinderung" vorgeworfen.

Nach der Schlussglocke veröffentlicht Cisco Systems Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal, für die Aktien ging es am Mittwoch im Vorfeld davon um 3,6 Prozent bergab. Seit Jahresbeginn waren die Papiere des Ausrüsters der Telekombranche um mehr als 20 Prozent gestiegen./tih/he

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank AG (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.