Nachrichten Detail
Wed Apr 22 18:12:00 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Mangels echter Fortschritte im Iran-Krieg haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte vorsichtig agiert. Der Dax bewegte sich im späten Handel leicht abwärts und schloss mit einem Minus von 0,31 Prozent bei 24.194,90 Punkten. Der Leitindex hielt sich damit aber noch knapp über der 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend. Der MDax mit den mittelgroßen Werten verlor am Mittwoch 0,55 Prozent auf 31.176,64 Zähler.
Auch die anderen wichtigen Börsen in Europa tendierten moderat abwärts. Der EuroStoxx büßte rund 0,4 Prozent ein. Die Leitindizes an den Handelsplätzen in Zürich und London verbuchten Verluste von 0,5 beziehungsweise 0,2 Prozent. In New York hingegen zeigte sich der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss mit einem Plus von 0,7 Prozent in guter Verfassung.
Dass US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe mit dem Iran am Vortag überraschend einseitig für verlängert erklärte, nahmen die Anleger zur Kenntnis. Ein Kurstreiber war es nicht, auch weil die US-Seeblockade iranischer Häfen wohl fortgesetzt wird. Für etwas Belastung sorgte, dass die Ölpreise nach dem deutlichen Anstieg vom Vortag trotz des ausgedehnten Waffenstillstands weiter nach oben kletterten.
"Die Lage wirkt aktuell äußerst paradox", schrieb Analyst Maximilian Wienke von der Handels- und Investmentplattform eToro. Trump verlängere die Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit, gleichzeitig bleibe die Straße von Hormus blockiert. Damit bestünden Angebotsengpässe bei Öl, Gas und Dünger fort. "Die grundlegenden wirtschaftlichen Probleme sind also keineswegs gelöst", so Wienkes Fazit.
Im Dax standen die Aktien der Deutschen Telekom im Fokus. Der Konzern erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge eine vollständige Kombination mit seiner US-Mobilfunktochter T-Mobile US . Marktteilnehmer sehen das skeptisch, wie das Kursminus von 4,8 Prozent zeigte. Damit war die Telekom das Schlusslicht im Dax. Die regulatorischen Hürden für einen möglichen Zusammenschluss seien erheblich, gaben die Analysten von Bernstein Research zu bedenken. Ohne einen deutlichen Aufschlag auf die Bewertung dürften die Aktionäre von T-Mobile US zudem kaum damit einverstanden sein, hieß es weiter.
Ganz vorne im Dax stiegen Siemens Energy auf ein Rekordhoch und gewannen letztlich 6,9 Prozent. Als Treiber erwies sich die jüngste Geschäftsentwicklung des schweizerischen Technologiekonzerns ABB , der im ersten Quartal den Umsatz deutlich gesteigert und beim Auftragseingang spürbar zugelegt hatte.
Für die Papiere des Halbleiterherstellers Infineon ging es um 3,5 Prozent hoch. Sie profitierten von einem überraschend guten Ausblick des niederländischen Konkurrenten ASM International .
Die Anteilscheine von Tui gerieten nach gesenkten Jahreszielen unter Druck. Die Papiere des Reisekonzerns verloren als schwächster MDax-Wert 3,5 Prozent. Die Aussicht auf mehr Gewinn im laufenden Jahr trieb dagegen die Aktien des Düngemittelherstellers K+S mit einem Plus von mehr als 8,7 Prozent an die Indexspitze.
Die Titel des Spezialchemiekonzerns Wacker Chemie setzten ihren starken Lauf der vergangenen Wochen mit einem Kursaufschlag von 4,6 Prozent fort. Damit erklommen sie den höchsten Stand seit Juli 2024 und bauten ihre Plus im laufenden Jahr auf fast 42 Prozent aus./edh/he
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
