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Thu Apr 02 11:58:05 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Nation und daraufhin deutlich steigenden Ölpreisen hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag den Rückwärtsgang eingelegt. Vor dem langen Osterwochenende, in das auch der Ablauf des Ultimatums von Trump im Iran-Krieg fällt, verringern die Anleger ihre Risiken. Am 6. April läuft die von Trump verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der er die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen will.
Der Dax fiel gegen Mittag um 1,8 Prozent auf 22.887 Punkte, nachdem er tags zuvor die Marke von 23.000 Punkte übersprungen und in den ersten drei Handelstagen der verkürzten Karwoche um rund viereinhalb Prozent zugelegt hatte. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor am Donnerstag 2,0 Prozent auf 28.633 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 1,8 Prozent abwärts.
Die Ölpreise sprangen nach der Trump-Rede erheblich nach oben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kletterte zuletzt auf knapp 109 US-Dollar. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.
Trump stellte in seiner Rede zwar erneut ein Ende des Krieges in Aussicht, bekräftigte aber frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben, potenziell wie schon angekündigt auch gegen Kraftwerke des Landes. "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen", sagte Trump. In der Zwischenzeit liefen weitere Gespräche.
Zuletzt hätten sich die Anleger mit dem Begriff des "Herunterfahrens" des Krieges angefreundet und sich kurzfristig auf die Käuferseite geschlagen, bemerkte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Trumps Rede klingt jedoch eher danach, als würde es jetzt erst richtig losgehen. An der für die Märkte so belastenden Lage ändert Trumps Auftritt nichts: Die Straße von Hormus bleibt geschlossen, die Ölpreise bleiben hoch, gegenseitige Angriffe gehen unvermindert weiter - und eine Aussicht auf einen Deal ist in weiter Ferne", ergänzte Stanzl.
Die Aktien der Deutschen Börse stiegen gegen den schwachen Markttrend auf den höchsten Stand seit Ende August und notierten zuletzt 0,3 Prozent im Plus. Die starken Schwankungen an den Finanzmärkten weckten wieder Enthusiasmus für die Papiere von Börsenbetreibern, konstatierte Barclays-Analystin Grace Dargan. Der Iran-Krieg sorge für starke Marktvolatilitäten und treibe damit auch die Handelsaktivität an.
Die Titel der Lufthansa reagierten mit einem Kursrückgang von 4,2 Prozent auf eine Analysten-Abstufung und wieder steigende Ölpreise. Die US-Investmentbank Morgan Stanley stufte die Papiere der Kranich-Linie von "Overweight" auf "Equal-Weight" herunter und reduzierte das Kursziel von 9,40 auf 7,50 Euro. Begründet wurde dies mit Risiken, dass die Treibstoffkosten aufgrund des Konflikts im Nahen Osten über einen längeren Zeitraum hinweg deutlich höher ausfallen könnten.
Die Papiere von Mutares sackten zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit November ab und büßten zuletzt 9,2 Prozent auf 25,60 Euro ein. Die Beteiligungsgesellschaft platzierte im Rahmen der am Vorabend angekündigten Kapitalerhöhung 1,1 Millionen neue Aktien bei institutionellen Anlegern. Der Platzierungspreis wurde auf 24,50 Euro je neuer Aktie festgelegt.
Die Anteilsscheine der Deutschen Telekom werden am Donnerstag mit einem Dividendenabschlag von 1,00 Euro je Aktie gehandelt. Zuletzt notierten sie 1,73 Euro tiefer bei 30,11 Euro./edh/men
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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