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Thu Apr 02 14:58:10 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Ölpreise dürften auch in der sechsten Woche des Iran-Kriegs dem deutschen Aktienmarkt die Richtung weisen. Mit ihrer Höhe steigen und fallen die Inflations- und Konjunktursorgen.
Das Interesse bleibt beim Kriegsgeschehen in Nahost. Jede neue Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, das weitere Vorgehen Israels und jede Reaktion des Irans dürften genau beobachtet und bewertet werden. Die Auswirkungen auf die Straße von Hormus stehen im Zentrum, denn diese derzeit blockierte Meeresenge ist eine wichtige Passage für weltweite Öltransporte. Ansonsten ist der Terminkalender in der Osterwoche eher schwach gefüllt und unternehmensseitig die Berichtssaison weitgehend beendet.
"Donald Trump bestimmt aktuell fast im Alleingang die Richtung und das Tempo an den Börsen", resümiert Thomas Altmann, Chef Portfoliomanagement bei QC Partners in Frankfurt, die jüngsten Marktturbulenzen. Für den Dax stehe nach wie vor die 23.000-Punkte-Marke im Fokus, die seit Kriegsbeginn Ende Februar an bereits sechs Handelstagen mindestens einmal nach oben oder unten durchbrochen wurde. "Und es ist gut möglich, dass hier noch einige Handelstage dazukommen."
Eine weiterhin schwankungsreiche Zeit erwarten auch die Experten der Landesbank Baden-Württemberg. Der Iran-Krieg bleibe das Börsenthema Nummer eins, weshalb es "sowohl am Persischen Golf als auch an den Märkten noch eine Weile volatil bleiben" dürfte. "Die Effekte der höheren Energiepreise auf die Inflation sind bereits sichtbar. Wie sie sich auf die Gewinnperspektiven der Unternehmen auswirken, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen, wenn die Berichte für das erste Quartal vorgelegt und die Jahresausblicke konkretisiert werden."
Vor der nächsten Berichtssaison stehen noch einige Wirtschaftsdaten an. Hierzulande wird der Blick am Mittwoch und Donnerstag wohl in Richtung der Auftragseingänge für die deutsche Industrie und die Industrieproduktion selbst gehen. Allerdings handelt es sich um Daten des Monats Februar, also vor dem Kriegsbeginn in Nahost.
Als zentral werden die US-Verbraucherpreise für März eingestuft, die am Freitag anstehen. Sie sind "eine wichtige Kennzahl für die ersten messbaren Auswirkungen des Iran-Krieges", wie Helaba schreibt. Nach dem starken Anstieg der Inflation hierzulande von 2,7 Prozent im März und ähnlich in der EU wird laut Marktexperte Michael Hewson erwartet, dass die Inflation in den USA wegen des Nahostkonflikts ähnlich klettern wird.
In den vergangenen Monaten hatte sich der Anstieg der US-Verbraucherpreise von 2,7 Prozent Ende 2025 auf 2,4 Prozent verlangsamt. Zwar seien die Vereinigten Staaten "in gewisser Weise dadurch geschützt, dass ihre Erdgaspreise nicht im gleichen Maße wie in Europa gestiegen sind, doch die Anzeichen höherer Preise machen sich auch anderswo bemerkbar".
Unternehmensseitig könnte am Dienstag die Telefonkonferenz für Analysten des Maschinenbauers Gea interessant sein, bevor dann die Schweigeperiode beginnt. Sie wird bis zur Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal im Mai dauern. Der Online-Broker Flatexdegiro wird am selben Tag seine wichtigsten Finanzkennzahlen des Monats März bekannt geben.
Am Mittwoch stehen die endgültigen Jahreszahlen des Wirkstoffforschers Evotec auf der Agenda. Beim Beteiligungsunternehmen Mutares beginnt die Bezugsfrist für neue Aktien aus der angekündigten Kapitalerhöhung. Am Donnerstag lädt der MDax -Konzern Traton Analysten zu seinem "Pre-close-call" zum ersten Quartal ein. Die entsprechenden Zahlen will der Lkw-Hersteller Ende April veröffentlichen./ck/jsl/he
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
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