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Enthaltene Instrumente

Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Gewinne erwartet

Thu Aug 06 08:19:03 CEST 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Verschnaufpause am Vortag dürfte der Dax am Donnerstag wieder leicht an Fahrt aufnehmen und damit in der Nähe seiner jüngsten Rekorde bleiben. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem offiziellen Handelsbeginn ein Plus von 0,2 Prozent auf 26.181 Punkte.

Am Vortag war der deutsche Leitindex erstmals über 26.400 Punkte gestiegen, ehe ihm die Luft ausging. "Wir sehen die ersten Gewinnmitnahmen", schrieb dazu der Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. Nach dieser beeindruckenden Rally sei das absolut normal. Ein Durchatmen sei gesund für die so hoch gelaufenen Indizes.

Anleger hoffen weiterhin auf eine Lösung im Iran-Krieg und setzen auf die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meerenge von Hormus. Die daran grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.

Für etwas Entspannung sorgen die Ölpreise, die zunächst nicht weiter gestiegen sind. Andererseits stehen Techwerte wieder unter Druck nach einigen enttäuschenden Geschäftszahlen aus dem Chipsektor der USA. Die asiatischen Börsen meldeten Verluste. Hierzulande dürfte die Berichtssaison erneut Akzente setzen. Allein aus dem Dax stehen acht Unternehmen mit Quartalszahlen im Fokus.

Der Technologiekonzern Siemens nahm im dritten Quartal weiter Fahrt auf und erzielte im Neugeschäft und beim operativen Ergebnis Rekordwerte. Dabei profitierte das Unternehmen von einer hohen Nachfrage im Zusammenhang mit dem massiven Ausbau von KI-Rechenzentren sowie bei der Sparte Digital Industrie. Als Folge hob Siemens seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) an. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate fiel die am Vortag auf ein Rekordhoch gestiegene Siemens-Aktie zuletzt um 0,7 Prozent.

Nach dem Stopp des milliardenschweren F126-Fregattenprojekt durch das Verteidigungsministerium senkte Rheinmetall wie erwartet den Umsatzausblick für das laufende Jahr. Die operative Ergebnismarge soll weiterhin rund 19 Prozent erreichen. Die bereits Ende Juli vorgelegten Eckdaten zum zweiten Quartal bestätigte Deutschlands größter Rüstungskonzern. Sie hatten einen deutlichen Gewinnsprung gezeigt. Die Papiere verteuerten sich auf Tradegate um 1,9 Prozent.

Die Deutsche Telekom profitierte im zweiten Quartal weiter vom Wachstum der US-Tochter und erhöhte ihren Barmittel-Ausblick für das Gesamtjahr. Im zweiten Quartal verbesserte sich der Umsatz um gut vier Prozent. Dies liegt im Rahmen der Markterwartungen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda AL) kletterte um 7,5 Prozent. Experten hatten hier einen Tick weniger erwartet. Die Telekom weitet zudem ihr Aktienrückkaufprogramm deutlich aus. Auf Tradegate ging es für die T-Aktie um 2,0 Prozent aufwärts.

Die Commerzbank verdiente im zweiten Quartal fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor und sucht auf dieser Basis nun das Gespräch mit ihrer Großaktionärin Unicredit . Nach einem Rekordergebnis im ersten Halbjahr sieht sich die Bank nun "voll auf Kurs, ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen". Zudem will sie weitere bis zu 1,2 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Die Anteilsscheine des Kreditinstituts fielen auf Tradegate um 1,9 Prozent.

Der Konsumgüterkonzern Henkel steigerte im ersten Halbjahr in einem weiter schwierigen Umfeld das Ergebnis. Branchenexperten hatten insgesamt im Durchschnitt etwas weniger auf dem Zettel. Der Umsatz ging um 0,5 Prozent zurück, wuchs aus eigener Kraft aber um 3,2 Prozent. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management nun zuversichtlicher.

Merck KGaA hob nach einem unerwartet starken zweiten Quartal seine Jahresziele erneut an. Gründe seien die anhaltende Erholung der Laborsparte rund um die Arzneimittelherstellung, starke Verkäufe von KI-Halbleitermaterialien, nachlassender Währungsgegenwind sowie geringere Zollrückerstattungen an Kunden, hieß es. Im zweiten Quartal übertraf Merck die Markterwartungen.

Der Internetportal-Betreiber Scout24 beschleunigte sein Wachstum im zweiten Quartal. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) legte im ersten Halbjahr um knapp 15 Prozent zu, verfehlte damit aber die Erwartungen der Experten etwas. Die Ziele für das laufende Jahr wurden bestätigt.

Der Labordienstleister und Diagnostikkonzern Qiagen schlug sich nach einem enttäuschenden Jahresstart im zweiten Quartal besser als befürchtet. Der Umsatz stagnierte, während Branchenexperten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang gerechnet hatten./edh/jha/

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