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Tue Mar 31 11:54:41 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag ungeachtet der anhaltenden Krise in Nahost seine Vortageserholung gebremst fortgesetzt. Der Dax notierte zuletzt 0,7 Prozent im Plus bei 22.728 Punkten. Dennoch deutet sich für den deutschen Leitindex im März wegen des Iran-Krieges ein Verlust von rund zehn Prozent an.
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten stieg am späten Dienstagvormittag um 1,0 Prozent auf 28.067 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 0,6 Prozent nach oben.
Unterdessen hat der Iran einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss benachbarter Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen fortgesetzt. Zudem wurde vor der Küste von Dubai ein kuwaitischer Öltanker getroffen. Die Ölpreise - derzeit wichtigster Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger - zeigten sich stabil auf hohem Niveau. Ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt gut 107 US-Dollar und damit etwa so viel wie am Vortag.
Mit dem Ölpreisschub im Zuge des Iran-Krieges hat die Inflation in der Eurozone deutlich angezogen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im März um 2,5 Prozent zu, verglichen mit plus 1,9 Prozent im Februar. Volkswirte hatten allerdings im Schnitt einen noch etwas stärkeren Anstieg auf 2,6 Prozent erwartet.
Die Aktien von Redcare Pharmacy knüpften an ihre tags zuvor schwungvoll eingeleitete Erholung an und stiegen an der MDax-Spitze um weitere 8,1 Prozent. Das Bankhaus Metzler begründete die Erholung der Titel der Online-Apotheke mit Reformvorschlägen für das deutsche Krankenkassen-System.
Die Papiere der Norma Group fielen nach einem verhaltenen Ausblick des Autozulieferers auf 2026 um 1,5 Prozent. In den vergangenen fünf Handelstagen hatten sie aber um fast 14 Prozent zugelegt. Der Verbindungstechnikhersteller setzte sich für das laufende Jahr vorsichtige Wachstumsziele. Die Dividende soll von 40 auf 14 Cent je Aktie sinken. Die vorläufigen Zahlen für 2025 bestätigte das Unternehmen.
Die Aktien von Dermapharm gaben nach einer Dividendenkürzung des Arzneimittelherstellers um 3,8 Prozent nach. Seit Anfang Februar waren die Anteilsscheine allerdings um bis zu 30 Prozent gestiegen und hatten in der Vorwoche den höchsten Stand seit September 2023 erreicht.
Die Aktien von Südzucker setzten ihre Kursrally fort und gewannen an der SDax-Spitze weitere 11 Prozent. Am Montag waren sie wegen steigender Preise bereits um mehr als 15 Prozent nach oben gesprungen. Nun stützte die Hochstufung der Papiere durch die britische Bank Barclays gleich um zwei Schritte von "Underweight" auf "Overweight". Zudem wurde das Kursziel von 9 auf 15 Euro angehoben.
Einen Kursabschlag von 4,7 Prozent verbuchten die Titel von MBB nach einem verhaltenen Jahresausblick der Beteiligungsgesellschaft. Seit ihrem Rekordhoch Mitte Februar haben die Papiere damit ihre Verlustserie auf rund 23 Prozent ausgeweitet./edh/nas
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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