Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Hohe Ölpreise verunsichern Anleger

Thu Apr 30 10:02:04 CEST 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am letzten Tag der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche uneinheitlich tendiert. Im Fokus stehen neben den anhaltend hohen Ölpreisen und den Quartalsbilanzen wichtiger US-Technologiekonzerne auch eine Flut an deutschen Unternehmenszahlen sowie die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstagnachmittag.

Der Dax reduzierte seinen klaren Anfangsverlust und notierte zuletzt noch 0,3 Prozent im Minus bei 23.898 Punkten. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochenverlust von rund einem Prozent an. Der MDax mit den mittelgroßen Werten drehte nach einem schwächeren Auftakt ins Plus und gewann zuletzt 0,4 Prozent auf 30.144 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,6 Prozent.

Grund für die moderate Erholung war, dass die Ölpreise aktuell etwas von ihrem Mehrjahreshoch zurückgekommen sind. Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war zunächst bis auf 126,41 US-Dollar gestiegen. Das war der höchste Stand seit dem Jahr 2022. Zuletzt wurde Brent etwas darunter bei rund 122 Dollar gehandelt.

Die Quartalsergebnisse von Alphabet , Amazon , Microsoft , Meta und Qualcomm am Mittwochabend hätten die Investoren nicht vollends zufriedengestellt, erklärte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. "Das ist insofern problematisch, als die Aktien dieser Unternehmen die Stütze der jüngsten Aufwärtsbewegung am US-Markt waren." Am Donnerstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht mit dem iPhone-Produzenten Apple ein weiteres Unternehmen aus der Gruppe der "Glorreichen Sieben" seine Quartalsbilanz.

Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Die Inflation wird aber auch in den USA ein immer brisanteres Thema. An diesem Donnerstag steht am Nachmittag die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda. Ökonomen erwarten, dass auch die EZB die Leitzinsen vorerst nicht ändern wird und zunächst die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs abwarten dürfte.

Bei der DHL Group stieg der operative Gewinn (Ebit) im ersten Quartal stärker als erwartet. Die freien Barmittelzuflüsse vor Zu- und Verkäufen von Unternehmensteilen fielen ebenfalls deutlich besser als prognostiziert aus. Derweil sank der Umsatz etwas stärker als geschätzt. Die Jahresziele bestätigte der Logistikkonzern. Für die Aktien ging es zuletzt um 1,2 Prozent aufwärts.

Der Chemiekonzern BASF bekam auch im ersten Quartal den Wettbewerbsdruck zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) ging um knapp sechs Prozent zurück. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent. Dies hängt mit Dividendenzahlungen von der Beteiligung von Wintershall Dea zusammen. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand. Die Aktien fielen um 0,4 Prozent.

Der VW -Konzern geriet im ersten Quartal in einem schwierigen Umfeld und wegen Kosten für die US-Einfuhrzölle bei der Profitabilität weiter unter Druck. Die operative Marge lag bei 3,3 Prozent, rund 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Analysten hatten im Schnitt mit 3,7 Prozent gerechnet. Das operative Ergebnis ging insgesamt um gut 14 Prozent zurück, der Umsatz sank um 2,5 Prozent. Die VW-Vorzugsaktie gewann 0,6 Prozent.

Der Triebwerksbauer MTU steigerte den Umsatz im ersten Quartal trotz eines negativen Umfelds und des schwachen US-Dollar um sechs Prozent. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (Ebit) wuchs ebenso stark und übertraf die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der Vorstand um MTU-Chef Johannes Bussmann hält an seinen Jahreszielen fest, rüstet sich aber für mögliche Belastungen durch den Iran-Krieg. Die MTU-Papiere zeigten sich weitgehend stabil.

Der Gabelstaplerhersteller Kion verzeichnete im ersten Quartal eine überraschend hohe Nachfrage. So stieg der Auftragseingang im ersten Quartal im Jahresvergleich um über 10 Prozent. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich weniger erwartet. Auch die freien Barmittelzuflüsse überraschten positiv. Die übrigen Kennzahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Für die Kion-Titel ging es um 6,0 Prozent nach oben.

Bester Dax-Wert waren Brenntag mit einem Kursanstieg von 3,2 Prozent auf 61,60 Euro. Zuvor hatte die Schweizer Großbank UBS die Aktien des Chemikalienhändlers von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 42 auf 60 Euro angehoben. Der Nahost-Krieg habe die Weichen neu gestellt, Preissprünge bei Energie und Chemieprodukten sorgten für bessere Gewinnaussichten bei Brenntag, schrieb Analystin Nicole Manion.

Die Aktien von Gea , Hochtief , Munich Re , Rational und RTL werden am Donnerstag mit Dividendenabschlägen gehandelt./edh/jha/

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.