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Thu Aug 20 22:31:57 CEST 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - Geschäftszahlen von Walmart sowie erneut gestiegene Ölpreise und Anleiherenditen haben am Donnerstag dem US-Aktienmarkt zugesetzt. Der Dow Jones Industrial fiel unter die Marke von 53.000 Punkten auf den tiefsten Stand seit Anfang des Monats. Aus dem Handel ging der Leitindex mit minus 1,32 Prozent auf 52.759,21 Zähler nur knapp über dem Tagestief.
Der techlastige Nasdaq 100 sank um 0,72 Prozent auf 29.213,16 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 sah es mit minus 0,87 Prozent auf 7.641,16 Zähler nicht besser aus.
Die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten legte zum ersten Mal auf mehr als 40 Billionen US-Dollar zu. Die Ankündigung des US-Finanzministeriums am Vortag, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen, hatte nur vorübergehend den Aufwärtsdruck von den Renditen genommen. Diese zogen am Donnerstag wieder an. Bond-Buybacks verbesserten die Marktmechanik, nicht aber die Schuldentragfähigkeit, kommentierte dies der Kapitalmarktexperte Serge Nussbaumer vom schweizerischen Wertpapierhaus Maverix.
Am Ölmarkt bleibt die Entwicklung im Iran-Krieg das bestimmende Thema. US-Präsident Donald Trump hatte vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran dem Land mit einem "Wirtschaftskrieg" gedroht.
Die Umsätze von Walmart auf dem wichtigen Heimatmarkt blieben im zweiten Geschäftsquartal hinter den Erwartungen zurück. Der Aktienkurs des weltweit größten Filial-Einzelhändlers fiel um 9,2 Prozent. Der Konzern stellte zudem für das dritte Quartal ein geringeres Wachstum in Aussicht. Schwächere Geschäfte von Walmart werfen für gewöhnlich Fragen nach dem Konsum der US-Bürger auf, der für die amerikanische Wirtschaft eine wichtige Säule ist.
Ganz anders sah es beim Landmaschinen- und Traktorbauer Deere & Co aus, der mit seinen Quartalszahlen überzeugte. Das Unternehmen rechnet zudem mit einem guten Jahr 2027 für die US-Agrarbranche. Der Kurs stieg um 6,9 Prozent.
Die Aktien von Moderna zollten ihrem Kursfeuerwerk vom Vortag mit einem Plus von 177 Prozent Tribut und verloren am Donnerstag fast ein Viertel, ihrem höchsten Tagesverlust überhaupt. Zur Wochenmitte hatten sie wegen einer erfolgreichen Studie mit Merck & Co zu einem Melanom-Impfstoff die Anleger begeistert.
Advance Auto Parts brachen um rund ein Viertel ein. Der Kfz-Ersatzteilanbieter hatte mit seinem Quartalsumsatz die Schätzungen von Analysten verfehlt.
Der Parfüm- und Kosmetikhersteller Coty blieb nach der Veröffentlichung der Quartalsbilanz einen Ausblick auf das Geschäftsjahr schuldig. Zudem sieht das Unternehmen das laufende Geschäftsjahr als Jahr des Übergangs. Das ließ den Aktienkurs um 9,2 Prozent sinken. Am Vortag hatten die Papiere im Zuge starker Quartalszahlen von Estee Lauder noch deutlich auf den höchsten Stand seit Anfang Februar angezogen./ajx/he
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