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Mon Nov 02 18:02:38 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rücksetzer vom vergangenen Freitag ist der Dax am Montag gleich wieder erholt in den November gestartet. Förderlich war, dass die Ölpreise etwas zurückgingen. Ein Bericht über diplomatische Bemühungen von US-Präsident Donald Trump im Krieg zwischen den USA und dem Iran wurde unter anderem für Aktien aus der Reisebranche wie Tui und Lufthansa zu einer Stütze.
Der Dax ging 0,63 Prozent höher bei 25.981,09 Punkten aus dem Handel. Er setzte sich am Nachmittag ins Plus ab, als an den New Yorker Börsen eine Erholung nach dem Kursrutsch vom Freitag einsetzte. Diesen hatte vor allem die technologielastige Nasdaq durchgemacht. In der zweiten deutschen Börsenreihe legte der MDax am Montag um 1,26 Prozent auf 30.855,37 Zähler zu.
Bevor am Dienstag die Zwischenwahlen in den USA in den Fokus rücken, veröffentlicht am Abend nach US-Börsenschluss der nächste US-Technologieriese seine Quartalszahlen. "Apple muss es richten", schrieb vor diesem Hintergrund Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Anleger hoffen auf bessere Nachrichten, nachdem die KI-Sorgen zuletzt wegen Alphabet , Intel und Amazon wieder größer geworden waren.
Über die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten konnte der Dax am Montag nur zeitweise zurückkehren. Laut dem Experten Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG fehlte dazu den Anlegern noch die nachhaltige Überzeugung. "Politische Klarheit könnte dafür den Anstoß geben - geopolitische Risiken bleiben allerdings ein Unsicherheitsfaktor", gab er mit Blick auf die Zwischenwahlen in den USA zu bedenken.
Die Experten des Vermögensverwalters HQ Trust wiesen am Montag darauf hin, dass nach den Zwischenwahlen oft gute Zeiten für Aktien begännen. So habe der marktbreite US-Index S&P 500 seit 1928 in den zwölf Monaten danach im Schnitt um 12,4 Prozent zugelegt, mehr als doppelt so viel wie nach Präsidentschaftswahlen. "Verlor der Präsident seine Mehrheit im Repräsentantenhaus, fiel das Plus sogar noch höher aus."
Technologiewerte zogen am Montag allgemein wieder an, nachdem Anleger sich zuletzt wieder verstärkt die Frage gestellt hatten, ob sich die Investitionsflut in KI-Infrastruktur letztlich lohnen wird. Die Papiere von Infineon erholten sich im Dax um fast drei Prozent. Im MDax profitierten die Anteile des Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron mit fast vier Prozent Plus zusätzlich von einer Kaufempfehlung aus dem Hause Kepler Cheuvreux.
Zu den begehrten Dax-Werten zählte ansonsten noch Fresenius mit einem Anstieg um 1,6 Prozent. Der Gesundheitskonzern wertet seine Pipeline im Bereich Nachahmermedikamente deutlich mit einer Entwicklungsvereinbarung auf, die mit dem chinesischen Unternehmen WuXi Biologics abgeschlossen wurde. Analysten lobten künftige Chancen, die sich damit ergeben.
Auf der Negativseite des Dax tauchte am Nachmittag Rheinmetall auf. Die Anteile des Rüstungskonzerns sackten mit 3,6 Prozent ins Minus ab. Zeitweise wurden sie erstmals seit Mitte Oktober wieder unter 1.000 Euro gehandelt. Laut Händlern lag dies an einem Medienbericht über eine angeblich verzögerte Großbestellung von Rüstungsfahrzeugen des Typs "Boxer".
Im Nebenwertebereich wurde es für die Aktionäre von Init Innovation mit einem Kurseinbruch um mehr als 20 Prozent ein düsterer Tag. Eine drastisch gekürzte Prognose für den diesjährigen operativen Gewinn hatte bei dem Anbieter von Lösungen für den öffentlichen Personennahverkehr erschreckende Wirkung. Als Gründe wurden die Verschärfung der geopolitischen Lage im Nahen Osten und deren Folgen für den Ölpreis genannt.
Auf europäischer Bühne schloss der EuroStoxx 50 0,73 Prozent höher bei 6.176,06 Punkten. Außerhalb der Eurozone lag der Schweizer SMI knapp im Minus, der Londoner FTSE 100 aber schloss auch im Plus. In New York legte der Dow Jones Industrial zuletzt um mehr als ein Prozent zu, während sich der Nasdaq 100 um ein halbes Prozent erholte./tih/he
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