Nachrichten Detail
Tue Oct 27 13:07:41 CET 2026
HEIDELBERG (dpa-AFX) - In der Kfz-Versicherung hat eine dreijährige Phase teils drastischer Preiserhöhungen ihr Ende gefunden: Zu Beginn der alljährlichen Wechselsaison kosten Kfz-Policen im Mittel der drei Versicherungsarten - Haftpflicht sowie Voll- und Teilkasko - zwei Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Vermittlungsportal Verivox mitteilte. Das entspricht einem vergleichsweise moderaten Anstieg, der unter der allgemeinen Inflationsrate liegt. Im günstigen Preissegment sind die Preise laut Verivox sogar im Schnitt um knapp zwei Prozent gesunken.
Große Preisunterschiede
Alljährlich im November und Dezember wechseln Millionen Autobesitzer in Deutschland auf der Suche nach günstigeren Tarifen ihre Kfz-Versicherung. In den vergangenen drei Jahren waren tatsächlich billigere Policen Mangelware: Autobesitzer hatten beim Wechsel des Versicherers bestenfalls die Chance, den Preisanstieg etwas zu dämpfen. Rekordjahr war 2024 mit durchschnittlichen Preiserhöhungen um knapp 25 Prozent für Neuverträge.
In diesem Jahr ist die Lage für die autofahrende Bevölkerung weniger unerfreulich: Im mittleren Preissegment kosten Haftpflichtpolicen laut Verivox in diesem Jahr im Schnitt 3,1 Prozent mehr, während die Preise günstigerer Versicherer um 1,2 Prozent niedriger sind als vor einem Jahr. Teilkasko ist in diesem Herbst im mittleren Preissegment 0,4 Prozent teurer, im günstigen ein Prozent günstiger. Bei Vollkasko-Policen, die auch selbst verschuldete Schäden am eigenen Auto abdecken, geht die Entwicklung etwas stärker auseinander: 1,6 Prozent mehr im mittleren Preissegment, 2,3 Prozent weniger im günstigen.
... obwohl die Kosten weiter steigen
"Von einer dauerhaften Preiswende kann aber noch keine Rede sein", sagte Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. "Ersatzteile und Reparaturen verteuern sich weiter und bleiben ein Kostentreiber." Verivox berechnet den Versicherungsindex gemeinsam mit dem Statistik-Experten Wolfgang Bischof von der Technischen Hochschule Augsburg. Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf den Abschluss neuer Policen, nicht auf die ebenfalls teurer werdenden Bestandsverträge.
Autoversicherung seit 2022 um über die Hälfte teurer geworden
In den vergangenen drei Jahren hatten etliche Versicherer ihre Preise für Neuverträge stark erhöht. Kfz-Policen kosten den Verivox-Berechnungen zufolge im Schnitt heute über 50 Prozent mehr als 2022.
Ursache ist nicht Profitgier der Versicherer, sondern der starke Anstieg von Ersatzteilpreisen und Reparaturkosten in den Autowerkstätten. Etliche Autohersteller schlagen seit vielen Jahren bei den Preisen für Ersatzteilen kräftig zu. Nach kürzlich veröffentlichten Berechnungen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind die Ersatzteilpreise seit 2016 um 80 Prozent gestiegen, im jährlichen Schnitt knapp sechs Prozent. Das liegt weit über der allgemeinen Inflationsrate.
Die meisten Schäden gibt es beim Ein- und Ausparken
Die meisten Autos in Deutschland werden nicht bei echten Unfällen beschädigt, sondern bei den sogenannten "Parkremplern". Dabei werden üblicherweise von außen sichtbare Teile beschädigt - Kotflügel, Türen, Scheinwerfer, Blinker etc. Doch im Gegensatz zu Autobatterien oder Zündkerzen sind diese von außen sichtbaren Teile designgeschützt und dürfen daher nicht von Drittherstellern kopiert und billiger angeboten werden.
Die Entwicklung ließ zwischenzeitlich die gesamte Kfz-Versicherungsbranche im Saldo in die roten Zahlen rutschen. In diesem und auch im vergangenen Jahr hatten die Versicherer bei den Kosten jedoch Glück, da schwere Unwetter und sonstige Naturkatastrophen in Deutschland weitgehend ausblieben./cho/DP/stk
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
