Nachrichten Detail
Wed Apr 01 14:48:48 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist dank Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges mit kräftigen Gewinnen in den April gestartet und hat seine jüngste Erholung damit fortgesetzt. Der Dax notierte am Nachmittag 2,6 Prozent im Plus bei 23.259 Punkten. Im März hatte der deutsche Leitindex wegen des Iran-Krieges rund zehn Prozent eingebüßt.
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten gewann am Mittwoch 3,2 Prozent auf 29.042 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 2,6 Prozent nach oben.
Der Optimismus im Iran-Krieg machte sich auch bei den gesunkenen Ölpreisen bemerkbar, die derzeit wichtigster Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger sind. Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im Juni fiel am Morgen unter die viel beachtete Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter), notierte zuletzt aber wieder etwas darüber.
Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hatten am Vorabend bereits an den US-Börsen für Zuversicht gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Peseschkian "Garantien" für ein Kriegsende. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte, er stehe im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Trump rechnet derweil mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine "wichtige" Rede zum Stand des Krieges in der Nacht auf Donnerstag an.
Nachrichten von konjunktureller Seite zeigten Licht und Schatten. So rechnen führende Forschungsinstitute damit, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland - nicht zuletzt wegen der Folgen des Iran-Kriegs - 2026 nur noch 0,6 Prozent betragen wird. Vor rund einem halben Jahr hatten sie noch mit einem etwa doppelt so starken Wachstum gerechnet. Dagegen verbesserte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone im März trotz des Ölpreisschocks zum dritten Mal in Folge.
Aus Branchensicht waren europaweit Banken sowie Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor am meisten gefragt, gefolgt von Rohstoff- und Industrietiteln. Dagegen zollten Aktien aus dem Chemiesektor ihrem Anstieg vergangener Tage Tribut und drehten ins Minus.
BASF büßten 2,0 Prozent ein, Lanxess , Evonik , Wacker Chemie und Brenntag gehörten mit Verlusten von 0,3 bis 1,8 Prozent zu den wenigen Verlierern am deutschen Aktienmarkt.
Im Dax standen die Papiere von Siemens Energy und Rheinmetall mit Gewinnen von 6,2 beziehungsweise 7,0 Prozent an der Spitze. Die Anteilsscheine der Commerzbank und der Deutschen Bank stiegen um 4,8 beziehungsweise 4,6 Prozent.
Die Aktien von Adidas und Puma trotzten einem enttäuschenden Ausblick des US-Konkurrenten Nike und legten um 0,6 beziehungsweise 4,2 Prozent zu. Bei Nike scheine die Übergangsphase länger zu dauern als ursprünglich erwartet, kommentierte der RBC-Experte Piral Dadhania.
Die Papiere von TKMS profitierten von einem positiven Analystenkommentar und verteuerten sich um 11,4 Prozent. Die Citigroup stufte die Titel von "Neutral" auf "Buy" hoch. Analyst Charles Armitage begründete das positive Anlagevotum für den U-Boot-Bauer mit dem jüngsten Kursrückgang der Aktie, was nun genügend Aufwärtspotenzial berge.
Gegen den starken Markttrend büßten die Titel von Nordex 1,2 Prozent ein. Die US-Investmentbank Bank of America hatte die Aktien des Windturbinen-Herstellers von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Analyst Alexander Jones begründete dies mit dem starken Kursanstieg seit Jahresbeginn, der wohl vor allem den mittelfristigen Margenzielen des Unternehmens geschuldet sei.
Bei den zuletzt als Profiteure hoher Öl- und Gaspreise gehandelten Aktien von Verbio und Südzucker kam es zu Gewinnmitnahmen. Beide Aktien zählten binnen eines Monats zu den Top-Performern am deutschen Aktienmarkt und reagierten nun negativ auf den Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg. Die Titel des Biosprit-Herstellers Verbio haben sich seit Kriegsausbruch mehr als verdoppelt, verloren zuletzt aber 14,5 Prozent. Südzucker büßten 2,5 Prozent ein.
Deutsche Euroshop sanken um 4,0 Prozent. Der Einkaufszentrenbetreiber verzeichnete 2025 Rückgänge bei Umsatz und operativem Gewinn. Für 2026 erwartet Vorstand Hans-Peter Kneip steigende Mieteinnahmen, aber auch höhere Zinsausgaben. Die Dividende für 2025 soll deutlich sinken./edh/jha/
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
