Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

Mon Mar 16 08:41:39 CET 2026

FRANKFURT/MAILAND (dpa-AFX) - Die italienische Großbank Unicredit will die Commerzbank kaufen. Sie legt den Aktionären der zweitgrößten deutschen Privatbank ein offizielles Übernahmeangebot zum Erwerb aller Aktien der Commerzbank vor, wie die Unicredit in Mailand mitteilte.

Unicredit ist bereits größter Anteilseigner bei der Commerzbank. Damit geht die Unicredit auf Konfrontationskurs mit dem Commerzbank-Management, den Arbeitnehmervertretern und der Bundesregierung, die eine Übernahme ablehnen.

Das Angebot ziele darauf ab, die im deutschen Übernahmerecht vorgesehene 30-Prozent-Schwelle zu überwinden und "in den kommenden Wochen einen konstruktiven Dialog mit der Commerzbank und ihren Stakeholdern zu fördern", teilte das Institut weiter mit. Es werde erwartet, dass Unicredit eine Beteiligung an der Commerzbank von mehr als 30 Prozent erreichen werde, "ohne die Kontrolle zu erlangen".

Das Umtauschverhältnis des Angebots werde in den kommenden Tagen festgelegt, hieß es. Dabei will Unicredit die nach deutschem Recht vorgeschriebene Mindestgegenleistung anbieten. Es werde erwartet, dass demnach die Eigner des Frankfurter Geldhauses 0,485 neue Unicredit-Papiere für jede Commerzbank-Aktie erhalten, was einem Preis von 30,80 Euro pro Commerzbank-Anteil oder einem Aufschlag von 4 Prozent zum Schlusskurs am 13. März entspreche.

Offiziell soll das Angebot Anfang Mai vorgelegt werden mit einer Angebotsfrist von vier Wochen. Für Mai soll dann eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, um die Zustimmung der Aktionäre einzuholen.

Die Unicredit, die im deutschen Markt mit der Hypovereinsbank (HVB) bereits ein Standbein hat, wirbt seit Monaten für eine Übernahme der Commerzbank. Konzernchef Andrea Orcel sieht Chancen in einem kombinierten Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden und argumentierte immer wieder, Europa brauche im Wettlauf mit den starken US-Geldhäusern größere Banken

Einstieg auf Umwegen

Die Mailänder Großbank hatte im September 2024 den Teilausstieg des Bundes genutzt, um im großen Stil bei der Commerzbank einzusteigen. Die Unicredit baute ihre Beteiligung nach und nach aus und löste den deutschen Staat als größten Commerzbank-Aktionär ab. Der Bund, der die Commerzbank in der globalen Finanzkrise mit Steuermilliarden vor dem Kollaps bewahrt hatte, hält gut 12 Prozent der Anteile und will die Beteiligung nicht verkaufen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte betonte, die Bundesregierung setze auf eine "starke und unabhängige Commerzbank".

Das Übernahmeangebot der Italiener kommt nicht überraschend: Schon im März 2025 erhielt die Unicredit die Erlaubnis der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB), ihren Anteil auf knapp 30 Prozent aufzustocken. Auch das Bundeskartellamt gab grünes Licht.

Verdi fürchtet großen Jobabbau

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat angesichts der Begehrlichkeiten der Unicredit die Eigenständigkeit ihres Hauses mit allen Mitteln verteidigt. Sie verordnete dem Konzern ehrgeizige Renditeziele, höhere Dividenden und verkündete trotz eines Rekordgewinns 2024 den Abbau von rund 3.900 Stellen, davon den Großteil in Deutschland. Nach erneut starken Zahlen für 2025 schraubte die Commerzbank erst kürzlich ihre Ziele nach oben. Orlopp setzte auf den stark gestiegenen Aktienkurs als Abschreckung gegen die Unicredit.

Unicredit-Chef Orcel hielt unterdessen betont gelassen an seinen Plänen fest. Er betonte immer wieder, er sehe große Synergien zwischen der Commerzbank und der Mailänder Großbank. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet einen Kahlschlag bei der Commerzbank und verweist auf die Übernahme der HVB durch die Unicredit im Jahr 2005, die bei der Münchner Bank zu einem Schrumpfkurs führte./als/ben/DP/nas

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.