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Mon Oct 12 10:41:31 CEST 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die fortgesetzte Entspannung am französischen Staatsanleihenmarkt und ein leichter Rückgang der Ölpreise haben die Börsen Europas zum Wochenstart gestützt. Der EuroStoxx 50 stieg am Vormittag um gut ein halbes Prozent auf 6.209,13 Punkte. Gleichwohl ist mit Blick auf die Charttechnik der im August gestartete kurzfristige Abwärtstrend weiterhin intakt. Um diesen zu verlassen, müsste der Index auf etwas mehr als 6.300 Punkte klettern.
Außerhalb der Euroregion gewann der Schweizer Leitindex SMI fast ein halbes Prozent auf 13.845,76 Punkte. Der britische FTSE 100 notierte mit 10.605,04 Punkten ähnlich im Plus.
Bei den Renditen für französische Staatsanleihen gab es im frühen Handel vergleichsweise wenig Bewegung. Am Freitag hatten sich französische Staatsanleihen besser als Bundesanleihen entwickelt, schreiben die Experten der Dekabank. Der Renditeabstand habe sich in der zehnjährigen Laufzeit wieder eingeengt. Der sogenannte Spread war zuletzt gestiegen, weil sich zunehmend Sorgen über die Staatsfinanzen Frankreichs breitgemacht hatten.
Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets blickt zudem auf die Ölpreise. "Die Entlastung bei den Energiepreisen ist für die Aktienmärkte derzeit mehr wert als manche gute Konjunkturzahl." Die Ölpreise hatten zuletzt die Inflation wieder nach oben getrieben. Entsprechend richten sich die Blicke auf US-Inflationszahlen zur Wochenmitte.
Für zusätzliche Marktunterstützung sorge weiterhin die Einigung zwischen Europa und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos, die bereits am Freitag während der Handelszeit bekannt gegeben worden war. Damit scheint eine weitere Eskalation des Handelskonflikts vorerst abgewendet. "Besonders die europäischen Automobilwerte könnten davon profitieren", schrieb Lipkow.
Der zuletzt stark gefallene Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts war mit einem Plus von rund einem Prozent denn auch unter den größten Gewinnern im Branchentableau.
Obendrein rückt die Berichtssaison in den Fokus. Sie startet am Dienstag in den USA mit den Zahlen erster Großbanken. Stratege Mislav Matejka von JPMorgan rechnet damit, dass die Zahlenwerke die Märkte stützen dürften. Im Wochenverlauf stehen zudem Inflationsdaten aus den USA an. Diese sind für den Kurs der US-Notenbank wichtig.
Unter den Einzelwerten erholten sich die Aktien des Pharmakonzerns Argenx um weitere 2,2 Prozent auf 744,20 Euro. Die Papiere waren am Donnerstag nach dem Flop einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie eingebrochen, waren am Freitag aber schon auf Erholungskurs gegangen. Vor dem Studienende hatten die Aktien fast 839 Euro gekostet.
Auf der anderen Seite waren die Ahold-Delhaize -Titel unter den größten Verlierern. Der Supermarktkonzern berichtete am Morgen von IT-Problemen und ergriff dahingehend Sicherheitsmaßnahmen./mis/men
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