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Fri Apr 10 19:59:57 CEST 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der deutlichen Erholung in dieser Woche haben sich die Anleger an den US-Aktienmärkten am Freitag zurückgehalten. Die Waffenruhe im Iran bleibt fragil. Vor den am Wochenende geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan richtete US-Präsident Donald Trump weitere martialische Drohungen an Teheran. Aktuelle US-Konjunktur- und Inflationsdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen.
Von den Ölpreisen, die momentan im Zuge des Iran-Kriegs der wichtigste Taktgeber für die globalen Börsen sind, kamen keine neuen Impulse. Sie notierten etwa auf Vortagesniveau, womit sich an den Inflations- und Konjunkturerwartungen nichts ändert.
Der Dow Jones Industrial fiel zuletzt um 0,5 Prozent auf 47.928 Punkte. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochengewinn von mehr als drei Prozent an. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,1 Prozent auf 6.816 Zähler. Der Nasdaq 100 zeigte sich kaum verändert bei 25.091 Punkten. Dies signalisiert für den technologielastigen Index auf Wochensicht ein Plus von rund vier Prozent.
Die Stimmung der Verbraucher in den USA - gemessen am Konsumklimaindex der Universität Michigan - trübte sich im April stärker als erwartet ein und fiel auf ein Rekordtief. Unterdessen trieb der Iran-Krieg die US-Inflationsrate im März deutlich nach oben. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,3 Prozent, verglichen mit 2,4 Prozent im Februar. Volkswirte hatten im Schnitt allerdings mit einem noch etwas stärkeren Anstieg auf 3,4 Prozent gerechnet. Experten gehen nun überwiegend davon aus, dass die US-Notenbank vorerst nicht an der Zinsschraube dreht und zunächst die weitere Entwicklung abwarten wird.
Branchenseitig im Fokus standen erneut Softwarewerte, die tags zuvor wieder einen schwarzen Tag verzeichneten. Der Sektor leidet bereits seit einiger Zeit stark unter KI-Verdrängungssorgen. Mit dem Nahostkrieg wurde die Situation für die Anleger nicht besser. Citigroup strich nun ihre Empfehlungen für einige Werte, was unter anderem die Aktien von Docusign und Autodesk um 6,0 beziehungsweise 4,1 Prozent nach unten zog.
Eine skeptische Analystenstudie sorgte bei den Papieren von Nike für einen Verlust von 2,9 Prozent. Die Experten von Piper Sandler stuften sie ab, vor allem aus Sorge um das gesättigte Athleisure-Geschäft mit modischer Sportbekleidung.
Die Aktien von CoreWeave stiegen um weitere 12,4 Prozent. Zuvor hatte der Anbieter von Cloud-Kapazität im Bereich Künstlicher Intelligenz mitgeteilt, dass der KI-Spezialist Anthropic Rechenzentrumskapazitäten anmieten wird. Bereits tags zuvor hatte CoreWeave eine deutlich langfristige Vereinbarung mit dem Betreiber sozialer Netzwerke Meta im Volumen von rund 21 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben./edh/he
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