Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP: Großbank Intesa will Monte dei Paschi für gut 30 Milliarden Euro kaufen

Mon Jun 08 10:38:18 CEST 2026

TURIN/SIENA/VERONA (dpa-AFX) - Die Fusionswelle unter Italiens Banken geht weiter: Die Turiner Großbank Intesa Sanpaolo will für mehr als 30 Milliarden Euro ihre heimische Konkurrentin Banca Monte dei Paschi di Siena übernehmen, wie sie am Montag mitteilte. Bereits am Wochenende hatte die deutlich kleinere Banco BPM mitgeteilt, mit Monte dei Paschi zusammengehen zu wollen. Damit kündigt sich ein Bieterkampf um die einstige Krisenbank an, die vor neun Jahren vom italienischen Staat vor dem Untergang gerettet worden war.

An der Börse wurden die Neuigkeiten gegensätzlich aufgenommen: Die Aktie der Banca Monte dei Paschi legte am Morgen in Mailand um knapp 10 Prozent auf 9,77 Euro zu. Das Papier von Intesa Sanpaolo gab hingegen um knapp vier Prozent nach, und der Kurs von Banco BPM fiel um etwa ein halbes Prozent.

Eine Übernahme von Monte dei Paschi wäre der größte Deal in der seit 2024 anhaltenden Fusionswelle unter Italiens Geldhäusern. Im vergangenen Jahr hatte Monte dei Paschi selbst ihre Konkurrentin Mediobanca übernommen, und Banco BPM kaufte den Vermögensverwalter Anima. Der Versuch der Großbank Unicredit , Banco BPM zu kaufen, scheiterte hingegen. Unicredit-Chef Andrea Orcel konzentriert sich seitdem auf eine Übernahme der Frankfurter Commerzbank .

Banco BPM hat ihre potenzielle Offerte für Monte Paschi noch nicht beziffert. Es hatte lediglich geheißen, dass die fusionierte Bank auf einen gemeinsamen Börsenwert von mehr als 50 Milliarden Euro käme. Geplant sei eine Fusion unter Gleichen. Banco BPM selbst ist an der Börse lediglich rund 20 Milliarden Euro wert, woraus sich für Monte dei Paschi eine Bewertung von rund 30 Milliarden ergibt.

Intesa Sanpaolo ist mit einem Börsenwert von knapp 100 Milliarden Euro deutlich größer. Für jede Monte-dei-Paschi-Aktie bietet das Institut 1,6 Intesa-Aktien plus einen Euro in bar. Dies entspricht zusammen gut 10 Euro und liegt 12,5 Prozent über dem Schlusskurs der Monte dei Paschi vom Freitag. Insgesamt bewertet das Gebot das Geldhaus aus Siena mit rund 30,6 Milliarden Euro.

Im Zuge der Übernahme würde Monte dei Paschi keineswegs ganz in dem Turiner Geldhaus aufgehen: Um kartellrechtlichen Bedenken vorzubeugen, will Intesa die Marke Monte dei Paschi, rund die Hälfte von deren Filialen, den Großteil der Konzernzentrale und weitere Vermögenswerte an den Versicherer Unipol verkaufen. Unipol werde dafür etwa 3 bis 3,5 Milliarden Euro bezahlen, hieß es weiter.

Etwa 635 Geschäftsstellen von Monte dei Paschi sollen an Unipol gehen, die restlichen 625 an Intesa. Die jüngst von Monte dei Paschi übernommene Bank Mediobanca soll samt ihrer Marke bei Intesa landen.

Bankchef Carlo Messina verspricht sich von dem Vorhaben Synergien von rund 2,9 Milliarden Euro vor Steuern. Diese würden im Jahr 2029 erreicht. Davon soll mit 1,5 Milliarden gut die Hälfte aus Kostensenkungen und der Rest aus höheren Erträgen stammen. Andererseits erwartet er einen Integrationsaufwand von 2,1 Milliarden Euro, der nach Steuern mit 1,4 Milliarden Euro zu Buche schlagen würde.

Das Geldhaus aus Turin will auch die mit der Übernahme verbundene 13-prozentige Beteiligung am Versicherer Generali behalten und zudem um etwa 3 Prozentpunkte aufstocken. Dabei handele es sich um eine reine Finanzbeteiligung, beteuerte Intesa. Generali hatte in der jüngeren Vergangenheit wiederholt Übernahmeinteresse auf sich gezogen./stw/zb/mne/stk

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.