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Wed Mar 25 17:21:51 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei starken Börsenjahren steht der Dax 2026 unter Druck, doch die Schwergewichte der deutschen Wirtschaft stemmen sich gegen den Abwärtstrend. Sie wollen für rekordhohe 54,6 Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen und haben entsprechende Programme aufgelegt, wie Berechnungen des Handelsblatt Research Institute zeigen. Allein dieses Jahr dürften demnach Anteilsscheine für 26 Milliarden Euro vom Markt genommen werden.
Demnach erwerben 23 der 40 Dax-Konzerne und damit über die Hälfte der Börsenschwergewichte derzeit eigene Anteilsscheine oder beabsichtigen, das in den nächsten Monaten zu tun. 16 wollten dafür eine Milliarde Euro oder mehr ausgeben, am meisten DHL Group , Siemens und Siemens Energy mit jeweils sechs Milliarden Euro und SAP mit zehn Milliarden Euro.
Aktienrückkäufe sind bei Unternehmen beliebt, um Kurspflege zu betreiben und Anteilseignern Kapital zurückzugeben - neben Dividenden. Die Programme verknappen das Angebot an Aktien. Damit verteilen sich künftige Gewinne und Dividenden auf weniger Anteile, was üblicherweise den Kurs stützt.
Sinnvolle Kurspflege oder kurzsichtige Optimierung?
"Die hohen Aktienrückkaufprogramme sind zusammen mit den anhaltend hohen Dividenden eine wichtige Grundlage dafür, dass der Dax trotz schwieriger geopolitischer Voraussetzungen ein vielversprechendes Investment bleibt", sagte Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp dem "Handelsblatt".
Einige Experten sehen Aktienrückkäufe allerdings kritisch, da damit hohe Summen nicht in Investitionen fließen. Auch verringern Aktienrückkäufe bei Unternehmen die Liquidität, die angesichts der Verwerfungen durch den Iran-Krieg und drohender Ertragseinbußen schon bald benötigt werden könnte.
Treiber des Rückkaufbooms sind die Börsen in New York, wie das "Handelsblatt" schreibt. Größter Rückkäufer weltweit ist laut dem Bericht Apple . Der iPhone-Spezialist gab in den vergangenen vier Quartalen 96,7 Milliarden Dollar für den Kauf eigener Anteilsscheine aus. Seit 2013, als Apple erstmals eigene Aktien in größerem Stil erwarb, hat sich der Aktienbestand nach Berechnungen des Handelsblatts um 44 Prozent reduziert./als/DP/stw
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