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Mon Dec 15 16:33:59 CET 2025
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem sehr schwachen Vorwochenschluss hat der US-Aktienmarkt am Montag weiter unter Druck gestanden. Ein anfänglicher Stabilisierungsversuch droht damit zu scheitern. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial drehte im frühen Handel auf ein Minus von 0,1 Prozent und notierte damit bei 48.416,78 Punkten. Damit behält er das Rekordhoch von 48.886 Punkten aus dem frühen Freitagshandel gleichwohl in Sichtweite.
Vor dem Wochenende hatten letztlich vor allem KI-Werte geschwächelt, nachdem wieder Sorgen über die teils immer noch sehr hohen Aktienbewertungen in dem Sektor aufgekommen waren. In diesem Umfeld dürften nicht wenige Investoren so kurz vor dem Jahreswechsel weiter Kasse gemacht haben. Standardwerte hatten sich denn auch deutlich besser gehalten und teils ordentlich zugelegt.
Der marktbreite S&P 500 sank zum Wochenauftakt um 0,1 Prozent auf 6.820,70 Punkte und der Techwerte-Index Nasdaq 100 büßte um 0,2 Prozent auf 25.157,52 Zähler ein.
In den kommenden Tagen könnten dann Konjunkturdaten die Richtung vorgeben. So stehen am Dienstag Arbeitsmarktzahlen der US-Regierung für gleich zwei Monate - den Oktober und den November - auf der Agenda. Deren Vorlage hatte sich wegen des wochenlangen Regierungsstillstands infolge eines Haushaltsstreits verzögert.
Die Arbeitsmarktdaten sind für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed ebenso wichtig wie Inflationsdaten, die am Donnerstag erwartet werden. Einfluss auf die Geldpolitik werden sie aber erst im neuen Jahr nehmen können, nachdem die Fed den Leitzins am vergangenen Mittwoch wegen Sorgen um den Arbeitsmarkt gesenkt hatte.
Positiv hoben sich die Aktien von Tesla vom Gesamtmarkt ab. Sie näherten sich mit plus 3,2 Prozent ihrem Rekordhoch.
Adobe gerieten nach dem jüngsten Erholungsversuch unter Druck. Die Papiere, die 2025 bereits gut ein Fünftel ihres Wertes verloren haben, büßten 3,2 Prozent ein. Die Analysten von Keybanc hatten die Papiere zuvor auf "Underweight" abgestuft, da sie Wettbewerbsrisiken durch KI-Anwendungen sehen.
Im Fokus stehen zudem Aktien von Hotelkonzernen, nachdem sich Goldman Sachs zur Branche geäußert hatte. Für Hilton Worldwide, Las Vegas Sands und Marriott ging es nach Kaufempfehlungen um bis zu gut zwei Prozent hoch, während Wyndham Hotels & Resorts und Caesars Entertainment um rund ein respektive gut vier Prozent nachgaben. Diese beiden Werte hatte Goldman von "Buy" auf "Neutral" abgestuft.
Die Anteilsscheine von Texas Instruments stuften die Experten von Goldman Sachs in einem Jahresausblick für KI-Werte gleich um zwei Stufen von "Buy" auf "Sell" ab. Der Spezialist für analoge und integrierte Halbleiter dürfte vom erwarteten Branchenaufschwung weniger profitieren als Wettbewerber, so die Analysten. Der Aktienkurs fiel um knapp ein Prozent. Auf Teradyne blickten die Experten indes optimistisch, die Papiere gewannen knapp gut ein Prozent.
Richtig ungemütlich wurde es für die Aktionäre des Herstellers von Haushaltsrobotern iRobot . Das Unternehmen, das in den frühen 2000ern den Markt für autonome Staubsauger mit seinem Roomba-Model revolutionierte, meldete Insolvenz nach Chapter 11 an, womit ein Sanierungsversuch ansteht. In diesem Zuge soll allerdings der chinesische Hauptlieferant die Kontrolle über iRobot übernehmen. Der Aktienkurs brach um 70 Prozent ein./mis/men
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