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Tue Jun 16 11:57:43 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Dienstag erneut über die 25.000-Punkte-Marke geklettert. Nach dem positiven Wochenstart wegen eines Rahmenabkommens zur Lösung des Iran-Kriegs schraubte der Leitindex sein Hoch seit Anfang Juni über 25.100 Punkte nach oben. Zur Mittagszeit lag er dann noch 0,7 Prozent höher bei 25.061 Zählern. Der MDax mit den mittelgroßen Werten gewann ein halbes Prozent auf 32.734 Punkte.
Zu Wochenbeginn war der Dax nur kurz über die 25.000 Punkte gestiegen. Marktbeobachter zeigen sich jetzt gespannt, ob es dem Leitindex dieses Mal gelingt, sich über der Tausendermarke zu halten. Am Vortag hatten die dazu notwendigen Anschlusskäufe noch gefehlt. Der LBBW-Experte Rolf Schäffer sieht in dem Abkommen einen "diplomatischen Erfolg auf Bewährung", betonte aber auch, dass noch kein Schlussstrich unter den Konflikt gemacht werden könne.
Bei Anlegern rückt nun der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch in den Fokus, gefolgt vom großen Verfall an den Terminbörsen am Freitag. "Die Notenbanker rund um den neuen Fed-Chef (Kevin) Warsh werden sich wohl in Zurückhaltung üben und damit den Markterwartungen entsprechen", kommentierten die Helaba-Experten. Die Erwartung zeitnah steigender Zinsen habe sich mit den sinkenden Ölpreisen der letzten Tage zurückgebildet.
Wichtig für die Marktstimmung bleibt wohl auch der weitere Weg der SpaceX -Aktien, deren Rally nach dem Rekord-Börsengang bislang nicht abbricht. Am Vortag hatten in New York auch andere Technologie-Titel nicht unter Mittelabflüssen gelitten. Mit einem Anstieg um mehr als drei Prozent hatte sich der Nasdaq 100 Index dort wieder seinem jüngsten Höchststand genähert.
Die Aktien von Siltronic gehörten seit Anfang April zu den Titeln, die der globalen Tech-Rally gefolgt waren. Der Waferhersteller nutzte das jüngste Hoch seit 2022 dazu, um sich frisches Kapital zu besorgen. Drei Millionen neue Aktien wurden zu je 91 Euro ausgegeben. Der Kurs näherte sich am Morgen kurz diesem Preis, stabilisierte sich dann aber bei 91,50 Euro. Zuletzt war der Abschlag bei 97 Euro nur noch weniger als ein Prozent groß.
Im Dax erholten sich die Rheinmetall -Aktien - wie auch die Rüstungswerte Renk und Hensoldt im MDax - um bis zu drei Prozent von ihren Kursverlusten, die es am Vortag in einer ersten Reaktion auf das Rahmenabkommen gegeben hatte.
Zum Spitzenreiter im Leitindex wurden mit fünf Prozent Plus die Anteile der Gea Group nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank. Der Kurs des Maschinenbauers schaffte es damit in der Jahresbilanz wieder in die Gewinnzone. Mit einem Kursziel von 70 Euro sieht der Experte Lars vom-Cleff viel Luft nach oben für die Aktien, die Anfang Juni noch ein Tief seit mehr als einem Jahr erreicht hatten. Er betonte, die robusten Fundamentaldaten stünden in einem Missverhältnis zur Bewertung.
Anders bewertet Deutsche Bank Research die Situation bei Brenntag , denn für den Chemikalienhändler wurde die bisherige Kaufempfehlung aufgegeben. Tristan Lamotte erwähnte, das Unternehmen sei zuletzt im Zuge des Nahostkonflikts wegen höherer Preis ein Profiteur gewesen. Da das Abkommen den Konflikt nun erst einmal entschärfe, sollte sich die Lage normalisieren. Der Brenntag-Kurs gab um 1,7 Prozent nach.
Auch Puma wurden mit einem Plus von fast drei Prozent von einem Analystenkommentar bewegt. Eine Kaufempfehlung von HSBC sorgte dafür, dass die Anleger des Sportartikelherstellers das bisherige Jahreshoch der Aktien wieder ins Visier nehmen konnten. Die Experten der britischen Bank verwiesen auf die Beteiligung von Anta Sports als Schlüssel neuer Wachstumschancen.
Bei Redcare Pharmacy wirkte ein angehobener Jahresausblick nochmals dynamisch nach. Am Vortag hatte er im späten Handel schon ein Kursfeuerwerk ausgelöst, das nun mit einem Sprung um fast zehn Prozent weiter ging. Der Kurs der Online-Apotheke schaffte es erstmals seit Anfang März wieder über die 60-Euro-Marke. Das charttechnische Blatt könnte sich damit längerfristig positiv wenden./tih/jha/
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