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Enthaltene Instrumente

Haushalte könnten mit flexiblem Stromverbrauch Geld sparen

Tue Sep 08 14:28:35 CEST 2026

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Stromrechnungen deutscher Haushalte müssten nicht so hoch sein - wenn Deutschland seinen Rückstand bei der Installation digitaler Stromzähler aufholen könnte. Nach Berechnungen des Energiekonzerns Eon und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft belaufe sich das theoretische Einsparpotenzial flexiblen Stromverbrauchs für Hausbesitzer und Mieter allein in diesem Jahr auf bis zu 1,65 Milliarden Euro.

Analoge Zähler geben keinen Anreiz zum Geldsparen

Realität ist das allerdings nicht. In den meisten Häusern sind nach wie vor analoge Stromzähler installiert, die die Menge des verbrauchten Stroms erfassen, nicht aber die Tageszeit. Damit gibt es auch keinen Anreiz, Waschmaschine oder Geschirrspüler dann anzuschalten, wenn der Strom billig ist. Der Hintergrund: Der Börsenstrompreis schwankt im Tagesverlauf. Teuer sind früher Morgen und früher Abend, Mittagszeit und die Nacht günstiger, wie Serafin von Roon sagte, der Geschäftsführer der Forschungsstelle.

Milliarden Kilowattstunden könnten auf günstigere Tageszeiten gelegt werden

Der Energiekonzern und die Forschungsstelle haben für die Studie den Anteil des Stromverbrauchs deutscher Haushalte berechnet, der nicht an eine feste Tageszeit gebunden ist. Verschiebbar wären demnach in diesem Jahr 18,3 Terawattstunden, das entspricht 18,3 Milliarden Kilowattstunden. Bis zum Jahr 2031 könnte sich dieses Potenzial demnach dank des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf 34 Terawattstunden erhöhen. Zum Vergleich: Der jährliche Stromverbrauch in Bayern liegt bei etwa 80 Terawattstunden.

Hausbesitzern mit Solaranlage auf dem Dach und Batteriespeicher im Keller fällt es vergleichsweise leicht, ihren Stromverbrauch zu flexibilisieren. Schwieriger ist es für Mieter, für die es zudem wegen der üblichen Tarife mit fixem Preis pro Kilowattstunde keinen finanziellen Anreiz gibt, ihre Haushaltsgeräte zu günstigen Tageszeiten anzuschalten.

Installation digitaler Stromzähler soll bis 2030 weitgehend abgeschlossen sein

Auch in der Bundesrepublik ist der Austausch gegen digitale Modelle zwar mittlerweile Pflicht, doch wird dies schrittweise umgesetzt. Die Koalition will den "Rollout" bis 2030 weitgehend abschließen. "Im Vergleich zu anderen Ländern sind wir total langsam", sagte Thon. "Italien, Niederlande, Skandinavien, UK, die sind mit Smart Meter seit Jahren ausgestattet."/cho/DP/stw

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