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Mon Feb 02 08:21:51 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Montag an seinen jüngsten Abwärtstrend anknüpfen. In einem von massiven Kursverlusten an den Edelmetall-Märkten geprägten Umfeld signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Minus von ein Prozent auf 24.304 Punkte. Die Erholung zum Wochenausklang wäre damit schon wieder verpufft.
Die fragile Lage an den Finanzmärkten geht von den Edelmetallmärkten aus, an denen seit Freitag die Rekordrally korrigiert wird. Die Marktstimmung sei deshalb deutlich angespannt, schrieb der Chefmarktanalyst bei AT Global Markets, Nick Twidale. "Bei solch historischen Kursbewegungen sinkt das Anlegervertrauen nicht nur in Bezug auf Gold, sondern auf den gesamten Markt rapide". Die Preise für Gold und Silber geben am Morgen nochmals deutlich nach.
Wesentlicher Auslöser des jüngsten Einbruchs der Edelmetallmärkte war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
"Die überraschende Nominierung eines potenziell konservativen Vorsitzenden der amerikanischen Notenbank durch Trump hat die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt", schrieb Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Eigentlich sei erwartet worden, dass Trump alles tun würde, um eine Powell-Nachfolge einzusetzen, die für schnell fallende Leitzinsen steht. Nun scheinen die Anleger dem Experten nicht schnell genug aus dem Risiko gehen zu können; selbst Edelmetalle bieten keinen Halt mehr. Die Devise laute: "Bargeld ist König."
Sorgen bereiten den Anlegern auch weiterhin die geopolitischen Krisenherde, nachdem Irans oberster Führer im Falle eines US-Angriffs vor einer regionalen Eskalation gewarnt hat. Der Iran wolle keinen Krieg und werde ihn auch nicht beginnen, sagte der Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, der in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat. "Aber das iranische Volk wird jemandem, der angreift oder Schaden zufügt, einen harten Schlag versetzen."
Saisonal gesehen habe der Januar die Erwartungen verfehlt, kommentierte IG-Chefmarktanalyst Christian Henke. Der jetzt beginnende Februar gehöre traditionell nicht zu den besten Börsenmonaten. "Charttechnisch betrachtet ist von der Herrlichkeit von Anfang dieses Jahres nicht mehr viel übriggeblieben", sagte der Experte.
Einzelwerte hierzulande wurden von der insgesamt schlechten Stimmung an den internationalen Aktienmärkten mitgerissen. So stand die Börse in Seoul massiv unter Druck. Technologiewerte sackten dort ab, und im Sog notierten die Papiere des deutschen Chipherstellers Infineon auf der Handelsplattform Tradegate gut drei Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Freitag. Anteilsscheine der Kupferhütte Aurubis litten unter den deutlichen Kursverlusten an den Rohstoffmärkten und büßten auf Tradegate mehr als sechs Prozent ein.
Gegen den Trend profitierten die Aktien von Softwarehersteller Nemetschek auf Tradegate mit einem Plus von drei Prozent von einem positiven Analystenkommentar der Bank of America./la/jha/
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