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Fri Jul 24 19:37:30 CEST 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street hat sich am Freitag das Auf und Ab mit einem Erholungsversuch fortgesetzt. Anleger reagierten mit einer gewissen Erleichterung auf die wieder rückläufigen Ölpreise. So sank der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent deutlich unter 100 US-Dollar. Im Technologie-Sektor herrschte ungeachtet der starken Quartalsbilanz von Intel weiter Vorsicht nach dem starken Lauf von Aktien mit KI-Bezug.
Der Dow Jones Industrial testete nach einem Rückschlag am Vortag wieder die 52.000-Punkte-Marke. Rund zwei Stunden vor Börsenschluss legte der bekannteste Wall-Street-Index um 0,5 Prozent auf 51.984 Zähler zu, nachdem er am Donnerstag noch auf den tiefsten Stand seit einem Monat gefallen war. Im Wochenverlauf bahnt sich damit ein kleiner Verlust an. Der umfangreich bestückte S&P 500 gewann zuletzt 0,4 Prozent auf 7.436 Zähler.
Der überwiegend von Technologie-Aktien beherrschte Nasdaq 100 weitete dagegen seinen rund zweiprozentigen Vortagesverlust aus und fiel um 0,5 Prozent auf 28.310 Punkte. Bereits tags zuvor hatten erneut Sorgen rund um den Megatrend Künstliche Intelligenz (KI) und die dafür notwendigen Investitionen belastet.
Dass die Ölpreise wieder sanken, begründeten Marktbeobachter mit Gewinnmitnahmen, denn die kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost gehen unvermindert weiter. Inzwischen versucht US-Präsident Donald Trump im Konflikt um die Straße von Hormus, den Druck auf den Iran zu erhöhen.
Entsprechend sehen Experten an den US-Börsen noch keine Rückkehr zu größerer Risikobereitschaft. Diesbezüglich basieren derzeit Hoffnungen vor allem auf der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison. Nach den Sorgen, die am Vortag vom Google-Mutterkonzern Alphabet und dem Elektroautobauer Tesla bestärkt wurden, gab es zwar nun Erfreulicheres von Intel und der deutschen SAP , dennoch entschieden sich Anleger in der Techbranche eher für Gewinnmitnahmen.
Während die überzeugenden Cloud-Vertragsbücher von SAP auch Software-Aktien wie Salesforce mit plus 3,9 Prozent Auftrieb gaben, büßten Intel 4,0 Prozent ein. Zwar profitierte der Chipriese und Prozessorhersteller weiter kräftig vom laufenden Boom der KI-Technologien und übertraf mit seinem zweiten Quartal die Erwartungen deutlich. Doch die Aktie ist seit Jahresbeginn extrem stark gelaufen, sodass trotz der aktuellen Verluste immer noch ein Kursplus von rund 160 Prozent bleibt.
Den Papieren des Konkurrenten AMD erging es ähnlich: Sie büßten zuletzt trotz eines viel gelobten Investorentages und einer Kurszielanhebung durch die Bank of America auf 620 US-Dollar 0,8 Prozent auf 535,55 Dollar ein. Ihr Plus seit Jahresbeginn beläuft sich damit aber immer noch auf 150 Prozent.
Unter den Standardwerten gab es Licht und Schatten. So sprang das Papier von Verizon um 11,5 Prozent hoch und profitierte davon, dass der Telekom-Anbieter im Mobilfunk- und Breitbandgeschäft im abgelaufenen Quartal mehr verdient hatte als erwartet.
Die Anteile von American Express dagegen setzten ihren Abwärtstrend der vergangenen Tage mit einem Abschlag von 5,3 Prozent fort und waren damit Schlusslicht im Dow Jones. Zwar hob der Kreditkartenkonzern sein Umsatzziel nach dem ersten Halbjahr an, doch im zweiten Quartal verfehlten Umsatz und Netto-Gebühreneinnahmen für Kreditkarten die Markterwartungen./ck/he
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