Nachrichten Detail
Tue Sep 15 10:54:38 CEST 2026
FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Den allgemein schwächelnden Börsen kann sich auch das Scale-Segment nicht entziehen. Für die meisten Titel ging es zuletzt nach unten. Ausnahmen sind etwa Nynomic und Deutsche Rohstoff.
15. September 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Auch im Scale-Segment ist der Schwung weg. Nach seinem Vierjahreshoch bei 1.756 Punkten Anfang Juni liegt der Scale All Share-Index am Dienstagmorgen nur noch bei 1.484 Punkten. Lediglich rund 30 Prozent der Scale-Werte haben auf Dreimonatssicht zulegen können, rund 70 Prozent verloren. Die Gründe sind vielschichtig: von allgemeinen Zins- und Energiepreissorgen über rückläufige Auftragseingänge wie bei Pfisterer (DE000PFSE212) bis hin zu Zweifeln an Organisation und Liquidität wie bei The Platform Group (DE000A40ZW88). Dennoch: Seit Jahresanfang liegt der Scale All Share immer noch 8 Prozent im Plus. DAX und SDAX kommen hingegen nur auf knapp 4 beziehungsweise 5 Prozent, der MDAX tritt auf der Stelle.
Kursverdopplung bei Nynomic
Zu den Treibern im Index zählt dieses Jahr Nynomic (DE000A0MSN11), der deutsche Tech-Konzern und Anbieter optischer Messtechnik mit Schwerpunkt Clean Tech, Green Tech und Life Science. Seit Januar hat sich der Kurs von 10 Euro auf aktuell 23 Euro mehr als verdoppelt - auch wenn die Hochs aus 2021 von über 54 Euro weit entfernt bleiben.
Für das Analysehaus Montega ist die Aktie immer noch zu niedrig bewertet. Der Auftritt auf den Hamburger Investorentagen habe eindrucksvoll bestätigt, dass Nynomic nicht nur operativ auf den Wachstumspfad zurückgekehrt sei. Vielmehr profitiere das Unternehmen voll von strukturellen Trends wie dem Ausbau von KI-Rechenzentren und der weltweiten Halbleiternachfrage. "Die Kombination aus hoher Umsatzvisibilität durch das starke Auftragsbuch und der sichtbaren Margenverbesserung untermauert das Aufwärtspotenzial der Aktie", schreibt Montega und bekräftigt die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 30 Euro. Auch NuWays rät zum Einstieg und nennt 28 Euro als Kursziel.
Deutsche Rohstoff zu billig?
Deutsche Rohstoff (DE000A0XYG76) gehört schön länger zu den Top-Performern im Scale-Segment. Seit Jahresanfang ist der Kurs von 49 auf 92 Euro gestiegen. Der Ölförderer profitiert vom hohen Ölpreis und liefert gute Zahlen. Im ersten Halbjahr ist das Ebitda auf 205 Millionen Euro gestiegen, im Vorjahr waren es 70,5 Millionen Euro. First Berlin empfiehlt den Kauf und traut der Aktie nun sogar 125 Euro zu (zuvor 115 Euro). Hintergrund: unter anderem höhere Ölpreisprognosen für die kommenden drei Jahre. Auch MWB Research stuft die Aktie auf "Buy". Hier liegt das Kursziel bei 128 Euro.
Pfisterer vorne
Umsatzspitzenreiter im Scale-Segment war im August Pfisterer (64 Millionen Euro), gefolgt von 2G Energy (36 Millionen Euro), Deutsche Rohstoff (25 Millionen Euro), Innoscripta und Steyr Motors (jeweils 15 Millionen Euro). Seit Jahresanfang gerechnet steht weiter 2G vorne, dann kommen Deutsche Rohstoff und Mensch und Maschine.
Rüstungstitel angeschlagen
Die Rüstungswerte schwächeln hingegen. Börsenneuling SMAG Mobile Antenna Masts (DE000A42FR12), Hersteller von Funkmastsystemen, wird mit aktuell 23,60 Euro deutlich unter dem Ausgabepreis von 46 Euro vom Juli gehandelt. Auch der im März an die Börse gekommene Lübecker U-Boot-Bauer Gabler Group (DE000A421RZ9) notiert mit aktuell 42 Euro unter dem Ausgabepreis (44 Euro).
Der österreichische Motorenbauer Steyr Motors (AT0000A3FW25) wurde Anfang des Jahres noch zu 36 Euro gehandelt. Jetzt sind es 28 Euro. Allerdings lag der Ausgabepreis beim Börsengang im Oktober 2024 bei nur 14 Euro. Im Juli hatten Übernahmespekulationen durch den US-Drohnenkonzern Red Cat den Kurs kurzeitig auf 41 Euro steigen lassen. Nach dem Platzen der Übernahme ging es aber wieder nach unten. "Zwar hat Red Cat sein vorläufiges, unverbindliches Angebot zurückgezogen, doch die Annäherung an sich bestätigt den strategischen Wert von Steyr Motors", meint NuWays und rät weiter zum Kauf der Aktie. Als Kursziel werden jetzt 49 statt 53 Euro genannt - immer noch weit über dem aktuellen Kurs.
Viele Neulinge
Die Wechselwelle ins Scale-Segment hält unterdessen an. Hintergrund ist das "Gesetz zur Förderung privater Investitionen und des Finanzstandorts", kurz Standortfördergesetz, das den Segmentwechsel erleichtert. Bereits ins Scale-Segment gewechselt sind die Cenit AG (DE0005407100), ecotel communication (DE0005854343), FCR Immobilien (DE000A1YC913), PEH Wertpapier AG (DE0006201403), H+R KGAA (DE000A2E4T77), Gateway Real Estate (DE000A0JJTG7), FamiCord (DE000A0BL849) und A.S. Création Tapeten (DE000A1TNNN5), sowie - genau heute - die FRIWO AG (<ISIN: DE0006201106>). Angekündigt haben den Wechsel Müller Die lila Logistik (DE0006214687), die Schweizer Electronic AG (DE0005156236) und die InTiCa Systems SE (DE0005874846).
Von Anna-Maria Borse © 15. September 2026, Deutsche Börse AG
(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
