Nachrichten Detail
Fri Mar 06 22:21:08 CET 2026
HAMBURG (dpa-AFX) - EU-Ratspräsident António Costa hat nach dem Drohnenangriff auf Zypern die verstärkte Militärpräsenz europäischer Staaten in der Region gelobt. Die rasche Reaktion Griechenlands, Frankreichs, Italiens und Spaniens, die unter anderem Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge entsandt hatten, sei ein "kraftvolles Beispiel für europäische Unabhängigkeit und unerschütterliche Solidarität", sagte er beim traditionellen Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus vor rund 400 Gästen.
Costa besorgt über die Lage in Nahost
Er zeigte sich zugleich von der Lage in Nahost besorgt. Die Vergeltungsmaßnahmen Irans und seiner Verbündeten in der Region nach den Angriffen der USA und Israels "untergraben den internationalen Frieden und die Sicherheit", sagte Costa. Die Folgen einer weiteren Eskalation wären gravierend, "auch im wirtschaftlichen Bereich, wie die Blockade der Straße von Hormus zeigt". Eine nachhaltige Lösung des Konflikts sei nur auf diplomatischem Wege zu erreichen.
Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde seien im heutigen geopolitischen Kontext wichtiger denn je. "Die Europäische Union wird stets eine regelbasierte internationale Ordnung verteidigen, die auf Völkerrecht, Multilateralismus und den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Prinzipien beruht", sagte Costa. "Die Alternative sind Chaos und Gewalt."
Völkerrechts-Verstöße nicht hinnehmbar
Deshalb könne man Verstöße gegen das Völkerrecht nicht hinnehmen - "weder in der Ukraine, Grönland, Lateinamerika, Afrika noch im Gazastreifen". Ebenso seien Menschenrechtsverletzungen nicht hinnehmbar - "weder im Iran, noch im Sudan oder in Afghanistan."
Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel rief die Länder Europas zu Einigkeit und Geschlossenheit auf. "Europa muss sein Schicksal mehr denn je in die eigene Hand nehmen", sagte die CDU-Politikerin. Sie wünsche sich ein Europa, das nach innen und nach außen handlungsfähig sei und mit einer Stimme in der Welt wahr- und ernst genommen werde.
Merkel: Geeintes Europa geht weit über Sicherheitsaspekt hinaus
"Das geht für mich weit über den Sicherheitsaspekt hinaus", betonte Merkel. Ein geeint handelndes Europa bedeute Eintreten für Demokratie, Rechtsstaat, Menschenwürde, Wohlstand, Arbeitsplätze, aber auch den Schutz der Außengrenzen, der kulturellen Identität und der gemeinsamen Schöpfung. Auch im digitalen Bereich müsse die EU mehr Unabhängigkeit erreichen, "sowohl bei der Software als auch bei der Hardware".
Merkel betonte, sie wünsche sich im Ukraine-Konflikt, dass die Europäische Union "sowohl als militärischer Unterstützer der Ukraine gegenüber dem Aggressor Russland auftritt - das ist wichtig und unabdingbar -, aber auch ihre diplomatische Kraft für eine Beendigung dieses Angriffskriegs in die Waagschale wirft". Sie sei schon 2021 überzeugt gewesen, dass Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht allein den USA überlassen werden dürften.
Militärische und diplomatische Stärke essenziell für Europa
"Es geht hier um vitale Interessen Europas", sagte die CDU-Politikerin. Nur mit beidem - militärischer und diplomatischer Stärke - "werden wir das erreichen, was wir wollen, dass Russland den Krieg nicht gewinnt und somit die Ukraine als souveräner Staat in Frieden und Freiheit eine Zukunft hat".
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher nahm vor allem die wirtschaftlichen Folgen in den Blick und kritisierte die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. Als Hansestadt liebe Hamburg den internationalen Handel und die Freihandelsabkommen der Europäischen Union, sagte der SPD-Politiker. "Was wir nicht so gerne mögen, sind protektionistische Tendenzen und die aktuelle US-Zollpolitik." Das Festmahl stand unter der Überschrift "Souveränität Europas in der geopolitischen Zeitenwende".
Matthiae-Mahl gilt als ältestes Festmahl der Welt
Das Matthiae-Mahl gilt als das älteste noch gefeierte Festmahl der Welt, soll erstmals 1356 ausgerichtet worden sein. "Der Matthiae-Tag am 24. Februar war der Beginn des Geschäftsjahres der Kaufleute und damit ein guter Zeitpunkt, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Verbindungen zu knüpfen oder - um es mit den Worten von Donald Trump zu sagen - neue Deals einzufädeln", sagte Tschentscher.
Eingeladen werden heute immer ein ausländischer und ein deutscher Ehrengast: Im vergangenen Jahr waren EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera sowie die "Wirtschaftsweise" Monika Schnitzer ins Rathaus gekommen./klm/fi/DP/jha
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
