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Thu May 07 13:06:02 CEST 2026
(neu: Kurs, Experten und Hintergrund)
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Für die Aktien von Rheinmetall ist es am Donnerstag nach weiteren Details zum ersten Quartal abwärts gegangen. Zeitweise fielen sie um fast vier Prozent und verloren zur Mittagszeit noch 2,3 Prozent auf 1.409,20 Euro. Damit hat der im Dax notierte Rüstungskonzern wieder einen schweren Stand. In der vorherigen Erholung liefen sich die Aktien zunächst an der 21-Tage-Chartlinie als Indikator für den kurzfristigen Trend fest. Seit Jahresbeginn steht nach dem Schub in den Vorjahren ein Kursminus von fast zehn Prozent zu Buche.
Analyst Sam Burgess von der US-Investmentbank Goldman Sachs sah durch die endgültige Bilanz die mauen vorläufigen Quartalszahlen bestätigt. Die enttäuschende Umsatzentwicklung hänge allerdings mit zeitlichen Effekten zusammen und sei kein strukturelles Problem. Entsprechend bestätigte Rheinmetall abermals die Jahresziele und deutete ein starkes zweites Quartal an - unter anderem dank des Hochlaufs einer Munitionsfabrik im spanischen Murcia.
Im zweiten Jahresviertel erwartet der Rüstungskonzern auf dieser Basis eine Nomination von mehr als 20 Milliarden Euro, wie aus einer Analystenpräsentation hervorgeht. Zum Vergleich: Im ersten Quartal lag die Nomination nur bei knapp 5 Milliarden. Diese Kennziffer umfasst neben dem klassischen Auftragseingang unter anderem das Volumen aus neu abgeschlossenen Rahmenverträgen.
Auch das Geschäft zu Wasser rund um den jüngst übernommenen Marineschiffbauer NVL könnte im restlichen Jahr Rückenwind liefern. Branchenexpertin Chloe Lemarie vom Analysehaus Jefferies betonte zwar die schwache Entwicklung der Marinesparte zum Jahresstart. Allerdings sei die Integration des erst vor rund einem Monat getätigten Zukaufs wohl noch nicht korrekt in den Analystenschätzungen berücksichtigt gewesen.
Analyst George McWhirter von der Privatbank Berenberg hob dagegen das Geschäft rund um die Luftverteidigung als größten Lichtblick hervor. Dieser Bereich wachse weiter und unterstreiche das attraktive sowie gut abgerundete Portfolio von Rheinmetall. Drohnenabwehrsysteme des Rüstungskonzerns kommen auch im Iran-Krieg zum Einsatz. Konzernchef Armin Papperger hatte bereits Mitte März von einem erheblichen Wachstumsschub durch den Krieg gesprochen.
Insgesamt sieht JPMorgan-Experte David H Perry daher weiterhin signifikantes Aufwärtspotenzial für Rheinmetall. Besonders mit Blick auf Verzögerungen bei den Aufträgen sei der Rüstungskonzern aber risikobehafteter als einige Zulieferer in der Branche - also zum Beispiel Hensoldt und Renk . Während es am Donnerstag auch für deren Aktien abwärts ging, stiegen Vincorion nach Quartalszahlen jedoch auf ein weiteres Rekordhoch./niw/ajx/jha/
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