Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP: Deutschland will beim Windkraftausbau mit Ostsee-Staaten kooperieren

25.05.2022 12:46:00

KRISTIANSAND (dpa-AFX) - Deutschland will beim Ausbau der Windenergie in der Ostsee enger mit anderen Staaten in der Region zusammenarbeiten und so die Abhängigkeit von russischen Gas- und Öllieferungen verringern. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) kündigte am Mittwoch beim Treffen des Ostseerats im norwegischen Kristiansand an, man wolle eine erste gemeinsame Offshore-Windkraftanlage schaffen. Dies sei nicht nur notwendig, um klimaneutral zu werden, sondern auch um Energiesicherheit zu gewährleisten.

Deutschland wolle dafür seinen am 1. Juli beginnenden Vorsitz des Rates nutzen, zu dem elf Staaten und die Europäische Union gehören. Mit Norwegen und Island sind auch zwei Länder dabei, die nicht direkt an die Ostsee grenzen. In der vergangenen Woche hatte die Bundesregierung eine ähnliche Kooperation beim Windkraftausbau auch in der Nordsee angekündigt.

Die Zusammenarbeit mit der EU und gleichgesinnten Staaten in diesem Bereich sei entscheidend, betonte Baerbock bei einem gemeinsamen Auftritt mit ihrer norwegischen Kollegin Anniken Huitfeld und dem litauischen Außenminister Gabrielus Landsbergis. Nur so sei es möglich, unabhängiger von anderen Staaten zu werden und zu verhindern, dass man erpressbar sei. Baerbock kündigte zudem Austauschprogramme für Jugendliche aus den Ostsee-Staaten an.

Windkraft - Ampel hat Ausbauziele erhöht

Windkraft auf See ist neben Windkraft an Land und Solarenergie eine zentrale Säule beim Ausbau des Ökostroms in Deutschland. Die Ampel-Regierung hat im Koalitionsvertrag die Ausbauziele für die Windenergie auf See im Vergleich zur Vorgängerregierung deutlich erhöht. Statt 20 Gigawatt (GW) bis 2030 und 40 GW bis 2040 sollen es nun 30 GW bis 2030, 40 GW schon bis 2035 und 70 GW bis 2045 werden.

Derzeit sind in Nord- und Ostsee 1501 Windenergieanlagen mit knapp 7,8 GW in Betrieb, weit überwiegend in küstenfernen Gebieten in der sogenannten ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), die Deutschland in internationalen Gewässern exklusiv nutzen darf.

Der Ostseerat - Mitglieder und Ziele

Das Treffen des Ostseerats war die erste formelle Ministersitzung seit 2014, als Russland die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim annektiert hatte. Dem 1992 gegründeten Forum gehören neben Deutschland und Norwegen auch Dänemark, Estland, Finnland, Litauen, Lettland, Polen, Schweden, Island und die EU an. Die Mitgliedschaft Russlands wurde Anfang März ausgesetzt. Daraufhin erklärte Moskau vergangene Woche seinen Austritt. Bis zum Angriff auf die Ukraine war der Rat eine der Runden, in denen konkrete Zusammenarbeit bei Fachthemen mit Moskau möglich war.

Nato-Mitgliedschaft von Schweden und Finnland

Baerbock zeigte sich zuversichtlich, dass Schweden und Finnland trotz der aktuellen Blockade durch die Türkei bald in die Nato aufgenommen werden können. "Wir werden Finnland und Schweden in unserer Allianz willkommen heißen", sagte sie. Auch Norwegens Außenministerin Huitfeldt zeigte sich optimistisch, dass die Bedenken der türkischen Regierung ausgeräumt werden können. "Es ist sehr wichtig für Norwegen, Schweden und Finnland in die Nato zu lassen. Und ich denke, dass diese Frage gelöst werden kann", sagte sie.

Deutschlands Rolle im Ukraine-Konflikt

Huitfeldt lobte Deutschland dafür, eine Führungsrolle in der Reaktion auf die russische Invasion in die Ukraine übernommen zu haben. Es handle sich um einen Wendepunkt in der Position des Landes innerhalb der Nato. Der litauische Außenminister Landsbergis warb angesichts der Kritik, Deutschland handele zu zögerlich, um Geduld. Wenn man in Betracht ziehe, wo Deutschland vor dem Krieg gestanden habe und wo es jetzt stehe, sei das nicht einfach gewesen. Er fügte hinzu: "Was wir in diesen Monaten getan haben, wird in Erinnerung bleiben. Nicht nur im nächsten Jahr, sondern auch in den kommenden Jahrzehnten."

Nachhaltige Produktion von Batteriematerialien für E-Autos

Am Nachmittag wollte Baerbock ein Unternehmen besuchen, das sich auf die Produktion nachhaltiger Batteriematerialien spezialisiert hat. Die Firma hat laut Bundesregierung eine Reihe synthetischer Graphitprodukte mit hoher Leistung und bis zu 90 Prozent geringeren CO2-Emissionen als die heutigen Standardmaterialien entwickelt. Das Unternehmen plant, mit etwa 100 Mitarbeitern Graphit für mehr als 20 000 Elektrofahrzeuge im Jahr zu produzieren.

Munitionsaltlasten in der Ostsee

Baerbock kündigte an, Deutschland werde sich während seines Vorsitzes im Ostseerat besonders den Munitionsaltlasten in der Ostsee aus dem Zweiten Weltkrieg widmen. Diese seien eine "tickende Zeitbombe" und ein Problem für Umwelt und Sicherheit. Die Munitionsaltlasten könnten neben einer Bedrohung für den Schiffsverkehr auch zur Gefahr für Windanlagen in der Ostsee werden. Nach Schätzungen liegen in der Ostsee 300 000 Tonnen konventionelle Munition und 42 000 bis 65 000 Tonnen chemische Kampfstoffe, die nach dem Zweiten Weltkrieg dort versenkt wurden./bk/DP/stw

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank AG (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.