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Tue Apr 14 08:21:29 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine politische Entspannung im Nahen Osten dürfte dem Dax am Dienstag Auftrieb geben. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den wichtigsten deutschen Aktienindex ein Plus von 0,7 Prozent auf 23.906 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird 0,4 Prozent fester erwartet.
Da die USA und der Iran eine weitere Gesprächsrunde erwägten, bestehe "die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Friedensabkommen würde zudem die Straße von Hormus öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg.
Bereits zu Wochenbeginn hatten Dax und EuroStoxx angesichts freundlicher US-Börsen ihre Verluste bis zum Handelsende deutlich eingedämmt. Selbst die US-Blockade der Straße von Hormus, die nach gescheiterten ersten Gesprächen zwischen den USA und Iran in Kraft getreten war, hatte die Anleger nicht verschreckt.
Die Aktienmärkte in Ostasien profitierten zuletzt ebenfalls von den Spekulationen über eine baldige Fortsetzung der Friedensgespräche, während die Ölpreise wieder unter der 100-Dollar-Marke liegen. Laut der Commerzbank wirkt es so, als preisen die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Einigung ein, bevor die zweiwöchige Waffenruhe in einer Woche abläuft. Dabei dürften die Differenzen zwischen den beiden Seiten aber noch erheblich sein, gaben die Experten der Bank am Morgen zu bedenken.
Am deutschen Aktienmarkt steht der auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieter Nemetschek mit einer Übernahme im Fokus. Zum geplanten Kauf von Heavy Construction Systems Specialists (HCSS) schrieb ein Börsianer, der US-Branchenkollege sei ein Qualitätsunternehmen und die Transaktion erscheine strategisch überzeugend. Dementsprechend rechnet er mit einer positiven Kursreaktion.
Bei Heidelberger Druck zeichnen sich deutliche vorbörsliche Kursgewinne ab. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke will sich am Nachmittag am Standort Brandenburg an der Havel über den Einstieg ins Drohnenabwehrgeschäft informieren, den der Druckmaschinenhersteller bereits Mitte März bekannt gegeben hatte. Es handelt sich um ein neues Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG mit dem US-amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems.
Der Windanlagenbauer Nordex berichtete für das erste Quartal einen Auftragsrückgang bei leicht gestiegenen Verkaufspreisen. Konzernchef José Luis Blanco sprach von einem erwartungsgemäßen Jahresstart. Einen großen Einfluss auf die Aktie sollte die Nachricht nicht haben, hieß es aus dem Markt.
Im Rahmen endgültiger Jahreszahlen stellte der Spielwarenhersteller Tonies für 2026 einen währungsbereinigten Umsatzanstieg auf mehr als 760 Millionen Euro in Aussicht. Analysten hatten hier im Mittel bereits 777 Millionen auf dem Zettel. Die Marge des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber. Ebitda) soll zwischen neun und elf Prozent liegen. Hier lagen Experten etwa in der Mitte der Bandbreite./gl/nas
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