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ROUNDUP/Aktien New York: KI-Sorgen ziehen Technologiewerte wieder nach unten

Mon Sep 14 16:38:57 CEST 2026

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI) hat US-Technologieaktien am Montag deutlich belastet. Zudem gab der Höhenflug der Ölpreise den Konjunktur- und Inflationsängsten am Markt neue Nahrung.

Knapp eine Studne nach Handelsbeginn büßte der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 1,15 Prozent auf 29.032 Punkte ein. Hier gerieten vor allem die Titel der für KI entscheidenden Halbleiterbranche unter massiven Verkaufsdruck. Der Leitindex Dow Jones Industrial sank indes nur um 0,24 Prozent auf 52.445 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,57 Prozent auf 7.614 Punkte bergab. Damit erwies sich die deutliche Kurserholung vom Freitag als Strohfeuer.

Skeptisch zum Thema KI äußerten sich ausgerechnet prominente Branchenvertreter. Nach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken sei er besorgt, dass ein KI-Schwarm in sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden US-Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet etwa Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen.

Aufkommende Forderungen nach einer Regulierung der KI-Technologie hatten sich bereits in Asien negativ auf die Kurse ausgewirkt. Der technologielastige südkoreanische Kospi war abgesackt. Auch in Europa machten die Anleger eher einen Bogen um Technologietitel .

Am Wochenende hatte es einige Rückschläge für den Ölmarkt gegeben. So setzt der Krieg im Nahen Osten den weltgrößten Ölexporteur Saudi-Arabien heftig unter Druck. Nach der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch eine wichtige Pipeline abschalten. Zudem wurde das für diesen Montag geplante Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf im Oman verschoben.

Dementsprechend nahmen die Ölpreise den am Freitag unterbrochenen Aufwärtstrend wieder auf: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt mehr als 109 US-Dollar.

Am US-Aktienmarkt standen die Halbleiterhersteller und -zulieferer am stärksten unter Druck. So verloren ARM Holdings , Applied Materials , Marvell Technology und Micron bis zu 6,5 Prozent. Beim KI-Chip-Riesen Nvidia betrug der Kursrückgang 3,6 Prozent.

Experte Timothy Arcuri von der Bank UBS sprach von einem "neuen, erheblichen Risikofaktor", der in der Chipbranche die Aussichten trübe. Er glaubt zwar nicht an das Argument, dass es zu einer massiven, fundamentalen Verlangsamung der Bewegung kommen wird. Führende KI-Labore hätten schließlich erst kürzlich weitreichende neue Infrastruktur-Investitionen auf den Weg gebracht. Um die Erwartungen zu erfüllen, müsse man aber "von einem ausgesprochen positiven Szenario für den Infrastrukturausbau ausgehen".

Von den Sorgen wegen des Tempos der KI-Entwicklungen profitierten hingegen die Anteilsscheine von Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit. Die Aktien von Crowdstrike , Palo Alto und Okta gewannen bis zu knapp 12 Prozent./gl/jha/

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