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Aktien Wien Schluss: ATX startet etwas schwächer in die Woche

Mon Aug 31 18:17:05 CEST 2026

WIEN (dpa-AFX) - Der Wiener Aktienmarkt hat den Handel am Montag nach weitgehend freundlichem Verlauf mit einem kleinen Minus beendet. Der österreichische Leitindex ATX gab seine Verlaufsgewinne am Nachmittag ab und ging 0,27 Prozent tiefer bei 6.768,24 Punkten aus dem Handel. Der ATX Prime schloss um 0,23 Prozent niedriger bei 3.328,25 Einheiten.

Auch die anderen europäischen Börsen zeigten sich zu Wochenbeginn mit negativen Vorzeichen. An den US-Aktienmärkten ging es im frühen Handel ebenfalls abwärts.

Marktbeobachter sprachen von einem recht ruhigen Geschäft zum Wochenstart. Für Zurückhaltung unter den Anlegern sorgten steigende Ölpreise sowie die zuletzt verstärkten Erwartungen an Zinserhöhungen in den USA. Zudem blieb die Börse in London am Montag wegen eines Feiertags geschlossen. Auch die Meldungslage zu den österreichischen Unternehmen gestaltete sich dünn.

Aus Deutschland gab es neue Wirtschaftsdaten. Dort haben hohe Energiepreise die Teuerung erneut bis knapp unter die Drei-Prozent-Marke getrieben. Wie schon im April erreichte die Inflationsrate im August 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 3,0 Prozent gerechnet.

Die Ölpreise zogen am Montag nach Militärschlägen der USA und des Iran an. Die jüngsten gegenseitigen Angriffe dürften eine Verhandlungslösung für ein Ende des Iran-Kriegs erschweren, heißt es in einer Einschätzung vom Handelshaus Pepperstone.

Ölwerte waren angesichts der anziehen Rohölnotierungen europaweit gefragt. In Wien zogen OMV um 2,4 Prozent an, und die Aktien von SBO schlossen um knapp zwei Prozent höher. Bei den Finanzwerten stiegen Raiffeisen um 1,8 Prozent. Die Titel der Vienna Insurance Group legten um 2,1 Prozent zu.

Die Aktien des Baukonzerns Porr fanden sich mit einem Abschlag von 3,3 Prozent unter den größeren Verlierern. Auch Strabag kamen nach den deutlichen Kursgewinnen vom Freitag wieder etwas zurück und schlossen mit 4,7 Prozent im Minus. Mit einem Kurssprung von 15,8 Prozent hatten sich Strabag zum Wochenschluss noch ganz oben im Leitindex gezeigt. Der Baukonzern hatte nach einem starken ersten Halbjahr und einem erneut kräftigen Auftragseingang den Ausblick für Bauleistung und Marge angehoben.

Voestalpine verloren am Montag 0,9 Prozent. Der Stahl- und Technologiekonzern baut seine Präsenz in Nordamerika mit einem neuen Werk für Bahntechnik in Kanada aus. Am Standort Thorold in der Provinz Ontario solle eine Produktionsstätte für Weichen- und Schienenkomponenten entstehen. Parallel dazu habe der Konzern einen langfristigen Liefervertrag mit der größten kanadischen Güterbahngesellschaft Canadian National (CN) abgeschlossen./ger/ste/APA/stw

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