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Wed Sep 02 17:03:51 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch nach seinen Verlusten vom Vortag stabilisiert. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1592 US-Dollar gehandelt. Der Euro bewegte sich so auf dem Niveau aus dem frühen Handel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1578 (Dienstag: 1,1590) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8637 (0,8628) Euro.
Der Euro erholte sich von anfänglichen Verlusten und stieg kurzzeitig über 1,16 Dollar. Nach Ansicht des Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, gibt es in den USA Anzeichen für eine geringere Inflation. Die Auswirkungen der Zölle ließen nach und die höheren Energiepreise wirkten sich nicht auf andere Dienstleistungen aus, sagte Williams am Mittwoch in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC. "Die jüngsten Daten sind ermutigend".
Er dämpfte so die Zinserhöhungserwartungen. Nach Einschätzung von Ökonomen ist eine Leitzinserhöhung im September denkbar. So hatte Notenbankchef Kevin Warsh zuletzt seine Entschlossenheit zur Inflationsbekämpfung erklärt. Dies hatte zuletzt den Dollar gestützt. Williams gilt hingegen als geldpolitische Taube. Er spricht sich also im Zweifel gegen Zinserhöhungen aus.
Ökonomen sehen den Euro aber tendenziell unter Druck. "Der Euro befindet sich zum US-Dollar in der Defensive, was mit der erhöhten Risikoaversion im Zuge des eskalierenden Nahost-Konflikts zu erklären ist", heißt es in einem Marktkommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). In den vergangenen Tagen ist der Iran-Krieg wieder aufgeflammt. Zuletzt haben sich Washington und Teheran im Kampf um die Kontrolle über die Straße von Hormus wiederholt gegenseitig angegriffen.
Zentraler Streitpunkt ist die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus. Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen die Transporte aus den Fördergebieten am Persischen Golf noch immer weitestgehend, was die Ölpreise nach oben treibt und die Inflationssorgen und damit verbunden die Spekulation auf eine Zinserhöhung in den USA verstärkt.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85870 (0,85655) britische Pfund, 184,78 (185,63) japanische Yen und 0,9424 (0,9394) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.380 Dollar. Das waren rund 51 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he
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