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Fri Jan 02 16:31:36 CET 2026
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AUSTIN (dpa-AFX) - Für Tesla brachte das Jahresende eine bittere Erkenntnis: Ohne Subventionen verkaufen sich auch die Autos des Elektro-Vorreiters nicht so gut. Ende September ließ Präsident Donald Trump die US-Steuervergünstigung von 7.500 Dollar auslaufen. In den drei Monaten danach fielen die weltweiten Auslieferungen von Tesla kräftig um 15,6 Prozent auf 418.227 Fahrzeuge. Anleger hatten sich mehr versprochen, die Aktie verlor in New York zuletzt 0,9 Prozent.
Tesla verbuchte im gesamten Jahr 2025 den zweiten Rückgang der Auslieferungen in Folge. Sie sanken um 8,5 Prozent auf gut 1,636 Millionen Fahrzeuge. Den bisherigen Höhepunkt hatte Tesla 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht.
Dem jüngsten Rückschlag ging ein Schub dank Torschlusspanik voraus. Im dritten Quartal waren die Tesla-Auslieferungen noch um 7,4 Prozent auf 497.099 Wagen hochgeschnellt, weil viele Interessenten in den USA noch die Prämie mitnehmen wollten.
Der amerikanische Investor und Analyst Gene Munster verwies nach Veröffentlichung der Zahlen darauf, dass allein im Oktober die Verkäufe von Elektroautos in den USA branchenweit um rund 30 Prozent gefallen seien. Für das laufende Jahr prognostiziert er eine Erholung der Tesla-Auslieferungen um etwa fünf Prozent.
Musk: Robotaxis und Roboter sind ohnehin die Zukunft
Firmenchef Elon Musk spielt allerdings die Bedeutung des Autoverkaufs für Tesla herunter und behauptet, dass die Zukunft des Unternehmens in selbstfahrenden Robotaxis und menschenähnlichen Robotern liegen werde. In beiden Bereichen steht Tesla erst am Anfang und trifft auf starke Konkurrenz.
So hat Tesla bisher nur ein paar Dutzend Robotaxis in der texanischen Stadt Austin im Einsatz, die zumeist von Aufpassern im Beifahrersitz begleitet werden. Die Google -Schwesterfirma Waymo betreibt unterdessen mehr als 2.500 fahrerlose Wagen in mehreren US-Städten und ist auf Expansionskurs.
Zusätzlich spannend macht die Rivalität, dass Musk bei selbstfahrenden Autos auf Kollisionskurs zum überwiegenden Großteil der Branche ist. Er behauptet felsenfest, dass Teslas allein mit Kameras autonom fahren können. Waymo und andere Hersteller setzen dagegen zusätzlich auf weitere Sensoren, vor allem Laser-Radare, die die Umgebung der Fahrzeuge abtasten. Geht Musks Rechnung auf, hätte Tesla einen enormen Kostenvorteil und könnte wie von ihm verkündet den Robotaxi-Markt aufrollen. Aber Konkurrenten und Experten haben Zweifel an Verlässlichkeit und Sicherheit einer solchen Lösung.
An humanoiden Robotern unterdessen forschen viele chinesische Unternehmen und US-Firmen wie Agility Robotics und Figure AI. Sie arbeiten bereits daran, die Maschinen in der Industrie einzusetzen. Solange der Tesla-Absatz einigermaßen stabil bleibt, werde die Börse Musk Freiraum für die Zukunftsprojekte geben, glaubt Munster. Die Tesla-Aktie lag nach den Auslieferungs-Zahlen leicht im Plus.
Musks Politik und Modellwechsel
Das Jahr 2025 lief für Tesla holperig. In den ersten Monaten war Musk in Washington als Trumps Kostensenker im Regierungsapparat aktiv. Dabei ging er eher rabiat vor und brüstete sich unter anderem damit, die Entwicklungshilfe-Behörde "in den Holzhäcksler" geworfen zu haben.
Musk und Trump gingen im Frühsommer im Streit auseinander, was der Präsident mit der Abschaffung der Elektroauto-Prämie erklärte. Musk bestritt das. Inzwischen vertragen sich die beiden wieder.
Wegen Musks Auftreten und seiner politischen Ansichten wandte sich ein Teil der potenziellen Tesla-Käufer ab. Zu Jahresbeginn wurde Tesla zudem vom Modellwechsel beim Bestseller Model Y gebremst. Teslas futuristisch aussehender Elektro-Pickup Cybertruck wirkt wie ein Flop.
In den USA griffen Autokäufer im vergangenen Jahr unterdessen verstärkt zu Fahrzeugen mit Verbrenner- und Hybrid-Antrieben - und in Europa waren im Elektroauto-Markt andere Hersteller auf dem Vormarsch.
Hart bleibt die Konkurrenz durch chinesische Autobauer. So erreichte der Wettbewerber BYD 2025 das eigene Absatzziel und liegt damit nun als weltweit größter E-Autobauer vor Tesla liegen. BYD lieferte im vergangenen Jahr mit rund 4,6 Millionen Fahrzeugen aus knapp acht Prozent mehr aus als im Vorjahr, darunter 2,3 Millionen reine E-Autos. Die Zahl der verkauften E-Autos zog damit dem Unternehmen zufolge um 28 Prozent an.
Tesla-Rivale Rivian mit starkem Rückgang
Beim Tesla-Herausforderer Rivian, der bisher nur in Nordamerika aktiv ist, fielen die Auslieferungen im vierten Quartal im Jahresvergleich um gut 31 Prozent auf 9,745 Fahrzeuge. Im gesamten Jahr gab es ein Minus von 18 Prozent auf 42.247 Wagen. Rivian, ein Partner von VW bei der Entwicklung der Elektronik-Architektur künftiger Elektroautos des deutschen Konzerns, will im kommenden Jahr mit einem deutlich günstigeren Modell die Verkäufe steigern./so/DP/men
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