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Aktien Frankfurt Ausblick: Schwach erwartet nach Trump-Rede

Thu Apr 02 08:12:52 CEST 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Nation mit erneuten Drohungen gegen den Iran dürfte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag wieder auf Talfahrt gehen. Vor dem langen Osterwochenende, in das auch der Ablauf des Ultimatums von Trump gegen Teheran fällt, minimieren die Anleger ihre Risiken. Am 6. April läuft die von ihm verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der Trump die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen wollte.

Der X-Dax signalisierte für den Dax zuletzt ein Minus von 2,0 Prozent auf 22.844 Punkte, nachdem er tags zuvor die Marke von 23.000 Punkte übersprungen und in den ersten drei Handelstagen der verkürzten Karwoche um rund viereinhalb Prozent zugelegt hatte.

Trump stellte in seiner Rede zwar erneut ein Ende des Krieges in Aussicht, bekräftigte aber frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben, potenziell wie schon angekündigt auch gegen Kraftwerke des Landes. "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen", sagte Trump. In der Zwischenzeit liefen weitere Gespräche.

Zuletzt hätten sich die Anleger mit dem Begriff des "Herunterfahrens" des Krieges angefreundet und sich kurzfristig auf die Käuferseite geschlagen, bemerkte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Trumps Rede klingt jedoch eher danach, als würde es jetzt erst richtig losgehen. An der für die Märkte so belastenden Lage ändert Trumps Auftritt nichts: Die Straße von Hormus bleibt geschlossen, die Ölpreise bleiben hoch, gegenseitige Angriffe gehen unvermindert weiter - und eine Aussicht auf einen Deal ist in weiter Ferne", ergänzte Stanzl.

Aus Unternehmenssicht dürfte es nachrichtlich ruhiger zugehen. Unter größerem Verkaufsdruck könnten die Aktien der Lufthansa stehen, die auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um 4,7 Prozent absackten. Zuvor hatte die US-Investmentbank Morgan Stanley die Papiere der Kranich-Linie von "Overweight" auf "Equal-Weight" abgestuft und das Kursziel von 9,40 auf 7,50 Euro reduziert. Begründet wurde dies mit gestiegenen Treibstoffkosten im Zuge des Iran-Krieges.

Die Titel von Mutares büßten auf Tradegate knapp 10 Prozent an Wert ein. Die Beteiligungsgesellschaft will für weitere Übernahmen frisches Geld von Anlegern einsammeln. Geplant ist die Ausgabe von knapp 4,3 Millionen Aktien für insgesamt bis zu 105 Millionen Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft soll dazu um ein Fünftel wachsen. Einen Teil der Papiere will Mutares vorab bei institutionellen Investoren unterbringen.

Die Anteilsscheine der Deutschen Telekom werden mit einem Dividendenabschlag von 1,00 Euro je Aktie gehandelt./edh/jha/

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