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Mon Sep 14 12:01:26 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von steigenden Ölpreisen und neuen KI-Bedenken hat der deutsche Aktienmarkt einen schwachen Wochenauftakt verzeichnet. Der Dax fiel am Montagvormittag auf den tiefsten Stand seit Ende Juli und notierte zuletzt 0,6 Prozent im Minus bei 25.410 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sackte auf ein Tief seit mehr als drei Monaten ab und verlor zuletzt 1,5 Prozent auf 31.198 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,1 Prozent abwärts.
"Der Dax bleibt im Spannungsfeld eines Unsicherheitscocktails aus geopolitischen Risiken, geldpolitischen Fragezeichen und KI-Bedenken gefangen", sagte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader. "Mit jedem weiteren Ölpreisschub wächst die Sorge, dass die Inflation befeuert und die Notenbanken unter Zugzwang gesetzt werden könnten."
Die Ölpreise legten wegen der weiter ungeklärten Lage rund um die Straße von Hormus zu. Massiv unter Druck gerät der weltgrößte Ölexporteur Saudi-Arabien: Wegen der zunehmenden Bedrohung der zweiten Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten.
Zudem belasten neue Befürchtungen rund um das Trendthema KI. Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen. Auch der Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman, ist der Ansicht, dass das Tempo bei der Entwicklung leistungsstärkster KI-Modelle gebremst werden müsse.
Dies belastete einige deutsche Aktien mit Fantasie bei diesem Trendthema. So gehörten die Titel der KI-Profiteure Siemens Energy , Infineon und Hochtief mit Verlusten von bis zu 8,4 Prozent zu den schwächsten Dax-Werten. Am breiteren Markt erwischte es die Papiere von Chip-Branchenausrüstern wie Aixtron , Suss Microtec , Siltronic und Jenoptik mit Abgaben von bis zu 10 Prozent noch deutlicher.
Im Gegensatz dazu zeigten sich die Software-Aktien am Montag gut erholt. Die Anteilsscheine von SAP waren mit einem Kursanstieg von 3,5 Prozent Spitzenreiter im Dax. Im MDax standen die Titel von Nemetschek mit plus 3,3 Prozent ganz oben in der Anlegergunst.
Für die Papiere von Bayer ging es um 3,1 Prozent nach oben. Im Anlegerfokus steht dabei eine Anhörung vor einem Gericht im US-Bundesstaat Missouri mit Blick auf die finale Genehmigung eines Sammelvergleichs zu den Rechtsstreitigkeiten um den Unkrautvernichter "Roundup". Die Anhörung startet am Montag. Die Entscheidung des Gerichts wird den Angaben des Unternehmens zufolge erst zu einem späteren Zeitpunkt erwartet./edh/men
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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