Nachrichten Detail
Tue May 26 14:50:06 CEST 2026
BERLIN (dpa-AFX) - Halb so viele Grundschüler mit mangelnden Mathekenntnissen, mehr Jugendliche mit Spitzenleistungen und nur noch halb so viele Schulabbrecher wie heute: Bundesbildungsministerin Karin Prien will sich messbare Ziele für Verbesserungen im deutschen Bildungswesen setzen. "Ich halte das alles für möglich, wenn wir unsere Ressourcen ganz gezielt auf diese Ziele konzentrieren", sagte die CDU-Politikerin in Berlin.
Anlass war der neue "Kinderreport" des Deutschen Kinderhilfswerks, eine Umfrage unter Erwachsenen ab 18 Jahren einerseits sowie Schülerinnen und Schülern zwischen 10 und 17 Jahren andererseits. Beide Gruppen wünschen sich demnach Reformen und unter dem Strich mehr Geld für das Bildungssystem.
Neun von zehn für mehr Personal
Den jeweils gut 1.000 Befragten in beiden Gruppen legte das Institut Forsa zwischen dem 7. und 16. Januar eine Auswahl von möglichen Reformvorschlägen vor. Ausgangspunkt war der vielfach bestätigte Befund, dass Bildungschancen in Deutschland wesentlich von Bildung und Einkommen der Eltern abhängen.
Bei den Erwachsenen nannten 93 Prozent in der Umfrage zusätzliches Personal an Schulen und Kitas wichtig oder sehr wichtig. Es folgten einheitliche Bildungsstandards mit 91 Prozent, die Kostenfreiheit von Bildung von der Kita bis zur Schule mit 90 Prozent und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bildungseinrichtungen wie Kita, Schule und Jugendarbeit mit 88 Prozent. 84 Prozent halten eine stärkere finanzielle Förderung für Schulen mit hohem Anteil sozial benachteiligter Kinder für wichtig oder sehr wichtig.
Kinder gewichten etwas anders
Bei den Kindern und Jugendlichen, für die die Fragen altersgerecht angepasst wurden, war die Gewichtung etwas anders. Als wichtig oder sehr wichtig nannten 88 Prozent kostenlose Kitas, Schulen und Unterrichtsmaterial. 87 Prozent finden es wichtig oder sehr wichtig, dass in Deutschland für alle Schulen ähnliche Regeln gelten, damit alle Kinder die gleichen Chancen bekommen.
78 Prozent der jungen Befragten sagten, geflüchtete Kinder sollten in Deutschland schnell in die Schule gehen können. 72 Prozent fanden es wichtig oder sehr wichtig, dass Schulen, Kitas und Angebote wie Jugendtreffs stärker zusammenarbeiten. Die Umfrage ist den Angaben zufolge für die jeweilige Altersgruppe repräsentativ mit einer Fehlermarge von plus oder minus 3 Prozentpunkten.
Bildung "eine Art Schicksalsfrage"
Mitten in der Spardebatte für den kommenden Bundeshaushalt sieht Prien die Ergebnisse als Rückendeckung. Es sei außerordentlich hilfreich, die Ergebnisse von Erwachsenen, aber auch von Kindern und Jugendlichen ins Schaufenster zu stellen, sagte die Bildungsministerin. Das helfe, allen Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen deutlich zu machen, "dass mehr Investitionen in unser Bildungssystem kein Nice-to-have ist, sondern quasi eine Art von Schicksalsfrage für unsere Nation". Der Bund gebe dafür über diverse Programme Milliarden an die Länder.
Es sei das Bildungssystem, das jungen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermögliche, das den Mangel an Fachkräften ausgleichen könne, das die Demokratie sichern helfe und die Wirtschaft stärke. Als besonders wichtig nannte Prien das Kita-Angebot. In den großen westlichen Flächenländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg fehlten Plätze, während es vor allem in östlichen Ländern darum gehe, das Angebot trotz sinkender Kinderzahlen aufrechtzuerhalten. Prien sprach von einer "demografischen Rendite".
Start des Grundschul-Ganztags
Der Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschüler sei eine Riesenchance, sagte Prien. Sie gehe davon aus, dass der Ganztagsanspruch für Erstklässler ab Herbst überall erfüllbar sei. "Es wird natürlich nicht von heute auf morgen 100 Prozent Ganztagsbetreuung beziehungsweise -beschulung in Anspruch genommen werden", sagte sie. "Man kann davon ausgehen, dass in den ländlichen Räumen die Nachfrage etwas geringer sein wird als in den Städten."
Wichtig für bessere Bildungschancen seien zudem die Qualität der Betreuung, die besondere Förderung von Schulen mit besonders vielen benachteiligten Kindern über das sogenannte Startchancenprogramm sowie die datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung und verbindliche Unterrichtsinhalte zu sozialen Medien. Die gewünschten einheitlichen Bildungsstandards der 16 Bundesländer gebe es bereits, sagte die Bundesministerin. Allerdings bleibe bei der Umsetzung noch "Luft nach oben"./vsr/DP/jha
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
