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Tue Apr 14 10:16:39 CEST 2026
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieter Nemetschek übernimmt das US-Unternehmen Heavy Construction Systems Specialists (HCSS). Dazu sei eine verbindliche Vereinbarung mit dem US-Finanzinvestor Thoma Bravo getroffen worden, teilte das MDax -Unternehmen am späten Montagabend mit. Angaben zu einem Kaufpreis machte Nemetschek nicht. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über einen bevorstehenden Zukauf berichtet. Die zuletzt arg gebeutelte Nemetschek-Aktie legte am Dienstag leicht zu.
Das Papier notierte am Vormittag 0,8 Prozent im Plus bei 60,10 Euro. In den vergangenen Tagen und Wochen hatte die Aktie einen schweren Stand, in diesem Jahr hat sie im Haupthandel bereits mehr als ein Drittel eingebüßt. Zum einen lasten Sorgen um die Konkurrenz vonseiten Künstlicher Intelligenz (KI) schwer auf dem Kurs, zum anderen zeigten sich auch einige Experten zuletzt skeptisch für die mittelfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens.
Er sehe das Geschäft als einen strategisch vernünftigen Zukauf, schrieb Berenberg-Analyst Nay Soe Naing. HCSS ergänze die Anker-Marke Bluebeam. Er erwarte nach dem Abschluss die Integration der neuen Produkte in eine umfassende Plattform. Beispiele der Konkurrenz hätten gezeigt, dass ungenügende Verzahnung von Produkten die langfristige Wettbewerbsfähigkeit behindere, schrieb der Experte.
Mit der Übernahme will sich Nemetschek im Bereich Infrastruktur- und Tiefbau verstärken. HCSS werde Teil der "Build & Construct"-Sparte, in der das Unternehmen seine Geschäfte rund um den Bau bündelt. Im Gegenzug wird die auf Software-Investments spezialisierte Private-Equity-Gesellschaft Thoma Bravo dort Minderheitsanteilseigner und übernimmt 28 Prozent der Anteile an diesem Bereich. Die Aktionärsstruktur des Gesamtkonzerns ändere sich dadurch nicht, hieß es von Nemetschek weiter.
Im Zuge des Deals wird Nemetschek sämtliche bestehenden Finanzverbindlichkeiten von HCSS refinanzieren, wodurch sich die Nettoverschuldung um rund 450 Millionen Euro erhöhe. Die Ausgestaltung des Geschäfts sichere die finanzielle Flexibilität des Konzerns und schaffe die Grundlage für weiteres langfristiges Wachstum.
Im abgelaufenen Jahr hatten die Amerikaner den Angaben zufolge einen Umsatz von 215 Millionen US-Dollar (184 Mio Euro) bei einer operativen Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von zirka 40 Prozent erzielt.
Mit dem Abschluss der Übernahme rechnet das Unternehmen vorbehaltlich der üblichen regulatorischen Genehmigungen und Abschlussbedingungen im zweiten Halbjahr 2026./men/he/ajx/tav
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