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Tue Feb 10 18:19:21 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Dienstag um die Marke von 25.000 Punkten gependelt. Der fortgesetzte Rekordlauf des Dow Jones Industrial an der New Yorker Wall Street sorgte am Nachmittag nicht für nachhaltige Impulse, zumal dessen Gewinne im Handelsverlauf weitgehend abbröckelten. Vor dem zur Wochenmitte erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Januar hielten sich die Anleger lieber an der Seitenlinie.
Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Einflussfaktor für die Geldpolitik der Notenbank Fed, von der im Jahresverlauf Zinssenkungen erhofft werden. Deren Tempo und Ausmaß sind gegenwärtig eine wichtige Stellschraube für das Börsengeschehen weltweit.
Der deutsche Leitindex gab letztlich um 0,11 Prozent auf 24.987,85 Punkte nach. Der MDax , der Index der mittelgroßen Börsenwerte, beendete den Tag mit minus 0,01 Prozent auf 31.962,21 Zähler.
Geht es nach den Chartexperten von UBS, dürfte eine Rückkehr des Dax über 25.000 Punkte erst dann nachhaltig sein, wenn auch die Kurslücke vom 19. Januar geschlossen wird. Das wäre der Fall, wenn das deutsche Börsenbarometer wieder auf 25.300 Punkte klettert. Dann könnte es auch noch weiter nach oben gehen, zum Rekordhoch bei etwas über 25.500 Punkten. Vor rund drei Wochen allerdings hatte der von US-Präsident Donald Trump initiierte Grönland-Streit die Anleger schwer beunruhigt und Gewinnmitnahmen ausgelöst.
Mit Blick auf Europa und die USA schloss der EuroStoxx 0,20 Prozent schwächer auf 6.047,06 Punkten, nachdem der Leitindex der Euroregion im Tagesverlauf eine Bestmarke erreicht hatte. Der schweizerische Leitindex SMI ging prozentual unverändert aus dem Handel, die Börse in Großbritannien gab moderat nach. In den USA legte der Dow nach einem Rekord kurz nach dem Handelsstart zuletzt um 0,5 Prozent zu, während sich der technologielastige Nasdaq 100 am Vortagesschluss zeigte.
Unternehmensseitig kamen gemischte Impulse. Die Commerzbank-Aktie drehte nach anfänglich deutlichen Gewinnen als Reaktion auf vorgelegte Eckzahlen zum abgelaufenen Quartal ins Minus. Sie schloss 0,5 Prozent schwächer. Analyst Chris Hallam von Goldman Sachs sah den Überschuss und den Dividendenvorschlag zwar etwas über den Erwartungen, mit Blick auf die Aktienrückkäufe habe der Markt aber mehr erhofft.
Teamviewer sackten im MDax in Richtung ihres vor rund einer Woche erreichten Rekordtiefs. Ein vorsichtiger Ausblick auf 2026 belastete das Papier, das letztlich um 6,3 Prozent absackte. Analysten dürften nun ihre Schätzungen für das Umsatzwachstum des Wartungssoftware-Spezialisten zusammenstreichen.
Eine schwache Nachfrage nach Pauschalreisen sorgte dafür, dass die Hoffnung auf eine weitere Erholung der Tui-Aktie platzte. Das Papier, das tags zuvor noch in Richtung 10 Euro auf den höchsten Stand seit seinem heftigen Kurseinbruch im Frühjahr 2023 gestiegen war, sackte um knapp 5 Prozent ab.
Für den Anteilschein von Salzgitter ging es nach enttäuschenden Zielen für 2026 auf steile Berg- und Talfahrt. Zunächst um rund 9 Prozent abgerutscht, schloss die Aktie letztlich mit einem Plus von 5,6 Prozent auf dem höchsten Stand seit Sommer 2011. Experten halten den Ausblick für konservativ.
Analystenkommentare bewegten ebenfalls deutlich. Die schweizerische Bank UBS etwa strich ihre Kaufempfehlungen für die beiden United-Internet-Töchter 1&1 <> und Ionos , deren Papiere mit Kursverlusten von 3,4 Prozent beziehungsweise 8,3 Prozent auch die Anteile der Muttergesellschaft belasteten. Diese büßten 3,7 Prozent ein.
Goldman Sachs wurde für einige zyklisch geprägte Chemiewerte optimistischer. Kaufempfehlungen der Expertin Georgina Fraser verhalfen Symrise zu einem Plus von 7,0 Prozent. Evonik stiegen im MDax um 5,7 Prozent. Begehrt waren auch die Papiere von BASF und Lanxess , die um 4,6 Prozent respektive um 11,1 Prozent stiegen. Für letztere gab die Analystin ihre bislang negative Haltung auf.
Eine Kaufempfehlung von Jefferies für die Aktie des Halbleiterausrüsters Aixtron sorgte dort für einen Kurssprung um 6,2 Prozent. Analyst Om Bakhda sieht Aixtron auf einen Wendepunkt zusteuern und verwies dafür auf die weiter steigenden hohen Investitionen von KI-Hyperscalern in diesem Jahr sowie jüngste Kommentare zu vorgezogenen Investitionen von Datacom-/Optoelektronik-Unternehmen./ck/he
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
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