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Schlechte Luft in vielen Regionen Deutschlands

Sun Jan 25 18:37:20 CET 2026

BERLIN (dpa-AFX) - Die Luftqualität ist derzeit in vielen Regionen Deutschlands schlecht. Am Wochenende wurden an zahlreichen Messstationen Feinstaub-Grenzwerte überschritten. Das war unter anderem in Berlin, mehreren Brandenburger Städten, in Thüringen, Sachsen, im Süden Schleswig-Holsteins, Mecklenburg-Vorpommerns und in Hamburg der Fall.

Die Hochdruck-Wetterlage der vergangenen Tage habe dazu geführt, dass die Luft nicht mehr ungehindert aufsteigen konnte und sich Schadstoffe in den unteren Luftschichten konzentrieren, hieß es beim Deutschen Wetterdienst (DWD).

Feinstaub kann durch Nase und Mund in die Lunge gelangen und je nach Größe die Lungenbläschen und den Blutkreislauf erreichen und schädigen.

In Thüringen wurde die Luftqualität am Sonntag an fast allen der 20 Messstationen mit schlecht bis sehr schlecht bewertet, wie aus Angaben des Thüringer Umweltportals hervorgeht. Besonders hohe Werte wurden etwa in Nordhausen, Weimar und Erfurt gemessen. Auch in Sachsen wurden an zahlreichen Messstationen Feinstaub-Grenzwerte überschritten, wie aus Daten des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hervorgeht, etwa in Zwickau, Leipzig, Dresden, Bautzen und Görlitz. Für Norddeutschland sprach das Umweltbundesamt ebenfalls von schlechten bis sehr schlechten Werten.

DWD-Meteorologe: Besserung in Sicht

Mit dem erwarteten Wetterumschwung in der Nacht und zum Wochenstart werde sich die Lage aber erheblich bessern, sagte ein DWD-Meteorologe für die Region Brandenburg und Berlin der Deutschen Presse-Agentur. "Die erwarteten Niederschläge sorgen dafür, dass die Schadstoffkonzentration abnehmen wird." Nach DWD-Angaben führt das auch dazu, dass Luft bereinigt wird.

Bedenklich sind hohe Feinstaubwerte vor allem für Menschen mit Grunderkrankungen wie Asthma, Allergien und akuten Atemwegserkrankungen. Quellen von Feinstaub sind laut Umweltbundesamt generell der Straßenverkehr, Kraft- und Fernheizwerke, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern sowie Industrie und Landwirtschaft. Im Winter sei der Ausstoß von Feinstaub größer, unter anderem weil Kamine mit Holz geheizt würden, aber auch wegen höherer Emissionen aus dem Straßenverkehr./geh/DP/jha

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