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Fri Jan 09 22:33:52 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Borussia Dortmund hat in einem spektakulären Spiel einen Punkt in letzter Minute gerettet, droht im Fernduell mit dem FC Bayern aber weitere Punkte zu verlieren. Der BVB von Trainer Niko Kovac kam zum Auftakt des neuen Bundesliga-Jahres nicht über ein turbulentes 3:3 (1:1) bei Eintracht Frankfurt hinaus und könnte bereits am Sonntag elf Punkte hinter den Rekordmeister aus München zurückfallen. Platz zwei wird aber Bestand haben
Die Tore im Duell der beiden Champions-League-Clubs erzielten zunächst Maximilian Beier (10. Minute) und Felix Nmecha (68.) sowie Jungstar Can Uzun (22./Foulelfmeter) und Neuzugang Younes Ebnoutalib (71.) aufseiten der Gastgeber. In der Nachspielzeit trafen noch der Ex-Dortmunder Mahmoud Dahoud (90.+2) und Carney Chukwuemeka (90.+6).
In einer rasanten Partie bekamen die 59.500 Zuschauer viele Torraumszenen und zwei offensiv eingestellte Mannschaften zu sehen.Für die Gastgeber von Trainer Dino Toppmöller ist die durchaus verdiente Punkteteilung zum Start in die restlichen 19 Spieltage ein Teilerfolg. Frankfurt belegt derzeit den siebten Rang, verpasste aber zumindest den vorübergehenden Sprung auf einen Europa-League-Platz.
Kobel und Kaua Santos dabei
Dass es in Frankfurt stundenlang nur regnete, erwies sich an einem Wochenende der Wetterturbulenzen als Segen. Denn einige Stunden vor Anpfiff des Liga-Auftakts ins neue Jahr waren die Spiele Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim und FC St. Pauli gegen RB Leipzig abgesagt worden. Grund sind die widrigen Bedingungen mit Schnee und stürmischem Wind.
Im EM-Stadion von 2024 dagegen rollte der Ball planmäßig - und die beiden Stammtorhüter waren dabei. Frankfurts Kaua Santos verdrängte nach einigen Patzern im Herbst nun pünktlich zum Jahresstart wieder den Ex-Bremer Michael Zetterer. Beim BVB konnte Gregor Kobel auflaufen, obwohl er das Trainingslager in Marbella leicht verkühlt und mit Rückenproblemen verlassen hatte.
Ryerson bedient Beier zur frühen Führung
Doch als Kobel erstmals eingreifen musste, hatte der BVB-Angriff bereits geliefert. Auf Vorlage des starken Außenbahnspielers Julian Ryerson vollendete Nationalspieler Beier in der Mitte zur frühen 1:0-Führung - sowohl Assistgeber wie Torschütze wurden von der Eintracht-Defensive alleine gelassen und nutzten dies gnadenlos.
Doch die Eintracht ließ sich im ausverkauften Stadion, das laut Mitteilung vom Freitag auch bis zum Jahr 2035 Deutsche Bank Park heißen soll, nicht verunsichern. Stattdessen griff das Toppmöller-Team an, häufig befeuert von Mittelfeldmotor Uzun. Den Flachschuss des Youngsters kurz nach dem Gegentreffer entschärfte Kobel ohne größere Probleme (17.).
Guirassy leistet sich Fauxpas im Strafraum
Für den Ausgleich brauchten die Gastgeber dann einen groben Fehler des BVB: Stürmer Serhou Guirassy traf Frankfurts Robin Koch nach einem Einwurf und verursachte damit einen Elfmeter. "Natürlich muss er sich umschauen. Er trifft ihn, klarer Elfmeter", gestand BVB-Assistent Robert Kovac zur Halbzeit bei Sky. Uzun verlud Kobel und schoss locker zum Ausgleich ein.
Einen engagierten Eindruck machte Neuzugang Ebnoutalib, der aus Elversberg kam und vor einem Jahr noch in der Regionalliga spielte. Der 22 Jahre alte gebürtige Frankfurter kam früh zu Chancen, scheiterte aber zunächst noch mit einem zu harmlosen Volleyabschluss an Kobel und köpfte später am langen Eck vorbei. Auch Ansgar Knauff konnte den starken Kobel nicht überwinden.
Neuzugänge beflügeln Eintracht
Richtig turbulent wurde es nach gut einer Stunde. Zunächst brachte Mittelfeldmotor Nmecha den BVB in Führung. Sein Schuss kurz hinter der Strafraumgrenze wurde von Hugo Larsson unglücklich abgefälscht und prallte dann auch noch vom Innenpfosten ins Tor.
Doch die Eintracht steckte wie nach dem Beier-Tor nicht auf und belohnte sich für den Aufwand. Auf präzises Zuspiel von Neuzugang Arnaud Kalimuendo vollendete Ebnoutalib eiskalt zum erneuten Ausgleich. Der von seinen Kollegen alleine gelassene Kobel war ohne Chance - und dann schlug der eingewechselte Ex-Dortmunder Dahoud noch zu, doch selbst das reichte nicht, weil sich noch mal eine Wendung ergab./pre/DP/men
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