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Wed Jul 15 14:50:21 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch in seiner jüngsten Konsolidierung wieder nachgegeben. Mit 25.018 Punkten dämmte der deutsche Leitindex seinen Verlust am frühen Nachmittag aber auf 0,51 Prozent ein und notierte wieder über der Marke von 25.000 Punkten.
Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es noch um 0,11 Prozent auf 32.065 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat auf der Stelle.
Dass die US-Erzeugerpreise im Juni gegenüber dem Vorjahr nicht so stark gestiegen sind wie erwartet, gab den Aktienkursen keine Impulse mehr. Bereits am Dienstag hatten die Verbraucherpreise die gleiche Tendenz gezeigt und dem Markt damit etwas Schwung gegeben.
Dass der Dax zuletzt vier Tage in Folge über 25.000 Punkten geschlossen hat, wertete Thomas Altmann von QC Partners als einen "Etappensieg der Bullen im Kampf um diese wichtige Marke". Solange der Index allerdings weiter um diese Marke pendele, scheine die zukünftige Richtung offen.
Die freundlichen asiatischen Märkte, an denen laut Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets die Freude über die besser als erwarteten US-Verbraucherpreise vom Dienstag nachwirkte, konnten dem Dax keinen Rückenwind geben - zumal die gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran im Nahen Osten weitergehen. In New York zeichnet sich ein moderat freundlicher Handelsstart ab. Derzeit preisten die Aktienkurse keine umfassende Eskalation des Konflikts ein, betonte Altmann.
Vor dem Beginn der Quartalsberichtssaison der Unternehmen wagten sich die Anleger hierzulande schon zuletzt kaum aus der Deckung. Für ein erstes Highlight sorgte nun das niederländische Börsen-Schwergewicht ASML <NL0010273215. Der Hersteller von Produktionsanlagen für die Halbleiterfertigung veröffentlichte starke Quartalszahlen und schraubte das Umsatzziel für das laufende Jahr noch weiter nach oben, was den Aktien kräftige Kursgewinne bescherte.
Der deutschen Halbleiterbranche half das aber nur teilweise. Aus den Reihen der Ausrüster und Zulieferer büßten Siltronic 4,5 Prozent ein und von den Chipherstellern Infineon 3 Prozent ein. Dagegen verteuerten sich Jenoptik und LPKF um 2,3 beziehungsweise 5 Prozent. Allen Branchentiteln gemein ist die starke Kursentwicklung seit Jahresbeginn dank des Booms von Künstlicher Intelligenz, wobei die Gewinne unterschiedlich hoch ausfallen.
Die Aktien von Schaeffler legten zuletzt um 0,6 Prozent zu. Der Auto- und Industriezulieferer schnitt vorläufigen Zahlen zufolge auch im zweiten Quartal etwas profitabler ab als ein Jahr zuvor.
Die Titel von Redcare Pharmacy verteuerten sich im Kielwasser positiv aufgenommener DocMorris -Zahlen um 2,3 Prozent. Die Online-Apotheke übertraf mit ihrem Umsatz im vergangenen Quartal vor allem dank des starken Geschäfts im Hauptmarkt Deutschland die Erwartungen.
Beim Chemieriesen BASF sorgte die Zahlenvorlage nur kurz für einen Sprung in positives Terrain. Dann drehten die Aktien wieder ab und knüpften mit minus 4,4 Prozent an ihre vorherige Konsolidierung nach den jüngsten Kursgewinnen an. Die Anhebung des Jahresausblicks für den operativen Gewinn überraschte nur bedingt. Im Sog von BASF zeigten sich auch andere Chemietitel schwach.
Die Aktien von Nagarro fielen um 1,5 Prozent. Nachdem die Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin Fehler im Abschlussbericht 2022 festgestellt hatte, legte der IT-Dienstleister Widerspruch ein. Er sieht keine im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes wesentlichen Fehler. Ein Antrag auf aufschiebende Wirkung des Widerspruchs scheiterte aber vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Wie bereits vom Unternehmen erwartet veröffentlichte die Bafin inzwischen die Fehlerfeststellungen./gl/mis
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
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