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Thu May 28 10:32:46 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bank-Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts sieht Deutschlands größtes Geldhaus auf dem Weg an die europäische Spitze. Es gebe viel Potenzial, noch weiter voranzukommen, sagte Wynaendts bei der ersten Präsenz-Hauptversammlung des Dax -Konzerns seit dem Vor-Corona-Jahr 2019, die von vereinzelten Protesten begleitet wurde.
"Wir haben bildlich gesprochen das Basislager erreicht. Von hier aus können wir nun den Aufstieg an die Spitze der europäischen Bankenindustrie in Angriff nehmen", sagte Wynaendts vor Aktionären in Frankfurt. "Genau das spiegelt sich in unserem Anspruch wider, zum European Champion zu werden."
Aufsichtsratschef kandidiert erneut - höhere Vergütung?
Der Niederländer Wynaendts, der das Kontrollgremium der Deutschen Bank seit vier Jahren führt, stellt sich bei dem Aktionärstreffen zur Wiederwahl. Im Fall seiner Bestätigung will ihn der Aufsichtsrat erneut zum Vorsitzenden wählen.
Die Anteilseigner werden zudem um Zustimmung gebeten, die Kontrolleure besser zu bezahlen. Die Vergütung sei "nicht mehr wettbewerbsfähig". Daher soll die feste jährliche Grundvergütung für Aufsichtsratsmitglieder von 300.000 Euro auf 350.000 Euro erhöht werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende soll statt 950.000 Euro künftig 1,15 Millionen Euro erhalten.
Dass Wynaendts, der schon jetzt Deutschlands bestbezahlter Aufsichtsrat ist, zuzüglich der Vergütung für den Vorsitz in Ausschüssen des Kontrollgremiums auf 1,4 Millionen Euro käme, sorgt für Kritik bei Aktionärsvertretern. Sein Stellvertreter soll 550.000 Euro erhalten und damit 75.000 Euro mehr als bisher.
"Was uns stört, ist, dass die Begrenzung der Ausschussvergütung für den Vorsitzenden aufgehoben werden soll", erklärte Union-Investment-Fondsmanagerin Alexandra Annecke. "Die Erhöhung der Basisvergütung wäre für uns akzeptabel, nachdem sie sehr lange nicht erhöht wurde. Aber die vollständige Aufhebung der Deckelung der Ausschussvergütung ist sehr großzügig bemessen und geht uns zu weit."/ben/lea/DP/stk
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