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Mon Jan 12 22:38:17 CET 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben ihren jüngsten Höhenflug zum Auftakt der neuen Börsenwoche ein wenig ausgebaut. Im frühen Handel hatte der sich weiter zuspitzende Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchef Jerome Powell noch für etwas Belastung gesorgt. Zudem hatte sich Trump auf die großen Kreditkartenanbieter eingeschossen und ihnen wegen ihrer Zinspraktiken gedroht.
Der Leitindex Dow Jones Industrial erreichte am Montag im späten Geschäft einen neuen Höchststand und schloss 0,17 Prozent höher bei 49.590,20 Punkten. Der marktbreite S&P 500 erklomm nach seinem Rekordhoch vom Freitag ebenfalls eine weitere Bestmarke und gewann letztlich 0,16 Prozent auf 6.977,27 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq gewann der Nasdaq 100 0,08 Prozent auf 25.787,66 Punkte.
In dem zuletzt eskalierten Streit um die Unabhängigkeit der Fed hatte das US-Justizministerium Fed-Chef Powell mit einer Anklage gedroht. Powell wies die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Notenbank zurück. "Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann - oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird", erklärte der Zentralbanker.
Die Papiere der Kreditkartenanbieter Visa , Mastercard und American Express büßten zwischen 1,6 und 4,3 Prozent ein. US-Präsident Trump fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.
Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden auch Papiere aus der Bankenbranche, bei der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan , die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, fielen um 1,4 Prozent, jene der Citigroup um 3,0 Prozent.
Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart auf, die an der Dow-Spitze um 3,0 Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst auch in den technologiewertelastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Außerdem kooperiert der Konzern mit dem Google-Mutterkonzern Alphabet , um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.
Die Aussicht auf einen KI-Deal mit Apple hievte die Alphabet-Papiere auf ein weiteres Rekordhoch und zwischenzeitlich erstmals über die Marke von 4 Billionen US-Dollar. Letztlich verteuerten sich die Anteilsscheine der Google-Muttergesellschaft um 1,0 Prozent. Apples verbesserte Sprachassistentin Siri soll künftig von der KI-Technologie Gemini von Google gesteuert werden.
In der Bieterschlacht um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers zieht der Konkurrent Paramount vor Gericht. In einer Klage fordert Paramount von Warner vor allem mehr Informationen zur Entscheidung des Managements, das Gebot des Streaming-Riesen Netflix vorzuziehen. Netflix will für rund 83 Milliarden Dollar lediglich das Studio- und Streaming-Geschäft übernehmen. Paramount bietet 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern. Das Management von Warner sprach sich für das Netflix-Angebot aus, das letzte Wort haben aber die Anteilseigner. Die Warner-Aktien verloren 1,7 Prozent, während die Paramount-Papiere um 0,8 Prozent zulegten und jene von Netflix um 0,1 Prozent sanken.
Einen Verlust von 1,0 Prozent verzeichneten die Anteilsscheine des Krankenversicherers Unitedhealth . Laut dem "Wall Street Journal" kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare./edh/nas
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