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Wed Jan 28 18:31:23 CET 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Kursverluste bei den Aktien des Luxuskonzerns LVMH und letztlich auch beim Halbleiterbranchen-Ausrüster ASML haben den EuroStoxx 50 am Mittwoch belastet. Der Druck nahm am Nachmittag durch die in New York etwas abflauende Euphorie im Technologiesektor zu, wo sich Anleger vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed und nachbörslichen Geschäftszahlen einiger Tech-Schwergewichte offensichtlich nicht mehr allzu weit vorwagen wollten. Der Eurozonen-Leitindex beendete den Handel mit minus 1,02 Prozent auf seinem Tagestief von 5.933,20 Punkten.
Außerhalb der Eurozone sank der britische Leitindex FTSE 100 um 0,52 Prozent auf 10.154,43 Zähler. Beim schweizerischen SMI stand ein Abschlag von 1,46 Prozent auf 13.023,81 Punkte zu Buche, hier belasteten Pharmawerte.
Eine Zinsänderung in den USA gilt als unwahrscheinlich, weshalb die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell um so mehr Beachtung finden sollten. "Interessant dürfte sein, ob noch bis Mai an der Zinsschraube gedreht wird", so Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG Markets. Denn dann wird "Powell die US-Notenbank verlassen und voraussichtlich durch einen Trump-Befürworter ersetzt werden."
Am Markt setzten die Zahlen von Schwergewichten Akzente. Deutliche Gewinne in Rekordhöhen gab es zunächst für die Aktien des Chipindustrie-Ausrüsters ASML , aus dem Handel gingen sie aber 1,9 Prozent schwächer. Der ungebremste KI-Boom treibt die Geschäfte der Niederländer kräftig an. Im Schlussquartal erzielte ASML bei Umsatz und Auftragseingang Rekordwerte. Die Analystenkonferenz am Nachmittag zum vorgelegten Zahlenwerk zeigte aber, dass sich Experten Sorgen machen, ob ASML seine Kapazitäten schnell genug ausbauen kann, um die steigende Nachfrage zu bedienen.
Andere Halbleiterwerte wie Infineon und STMicroelectronics stiegen gleichwohl im Sog des starken Auftragseingangs von ASML um 2,6 beziehungsweise 2,2 Prozent. Gute Nachrichten für die Branche gab es auch vom südkoreanischen Chiphersteller SK Hynix sowie am Vorabend von Texas Instruments aus den USA.
Das genaue Gegenteil für die eigene Branche bewirkten die Zahlen von LVMH. Der Luxusgüterhersteller hatte im vergangenen Geschäftsjahr weniger Umsatz und Gewinn erzielt als im Jahr zuvor. Grund war ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld. So sank vor allem in Europa die Nachfrage im zweiten Halbjahr. Dazu trübten die Handelskonflikte die Konsumlaune vor allem im Wein- und Spirituosengeschäft in Kernmärkten wie China und den USA. Die Aktien fielen als EuroStoxx-Schlusslicht um 7,9 Prozent. Das zog auch andere Luxuswerte wie Hermes , Kering und Richemont mit nach unten.
Hohe Abschläge verzeichnete der Pharmasektor . Belastend dürfte ein Entscheid in den Vereinigten Staaten gewirkt haben, der den Spielraum für höhere Medikamentenpreise einschränke, hieß es am Markt. Für die Branche sei dies zwar nur indirekt relevant, dennoch dürfte die Unsicherheit im Sektor weiter zunehmen. Roche sanken um 3,3 Prozent und Sanofi um 2,8 Prozent.
Besser sah es für Volvo mit einem Kursplus von 2,6 Prozent aus. Zwar hatte die anhaltend maue Nachfrage dem Lkw-Bauer auch im Schlussquartal zugesetzt, doch trotz Rückgängen bei Umsatz und Gewinn schlossen die Schweden besser als erwartet ab. Nach der langen Nachfrageschwäche sieht das Management für 2026 Lichtblicke, unter anderem auf dem nordamerikanischen Markt./ajx/he
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