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Aktien Frankfurt: Dax dreht ins Plus - Ölpreise, Quartalszahlen, EZB im Fokus

Thu Apr 30 12:05:15 CEST 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einer schwächeren Eröffnung im späteren Handelsverlauf ins Plus gedreht. Am letzten Tag der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche stehen neben den anhaltend hohen Ölpreisen, den Bilanzen wichtiger US-Technologiekonzerne und einer Fülle an Zahlen deutscher Unternehmen auch die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed am Mittwochabend sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstagnachmittag im Fokus.

Der Dax machte seine klaren Anfangsverluste gegen Mittag komplett wett und notierte zuletzt 0,2 Prozent höher bei 23.995 Punkten. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochenverlust von rund einem halben Prozent an. Der MDax mit den mittelgroßen Werten gewann zuletzt 0,6 Prozent auf 30.190 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor hingegen 0,3 Prozent.

Grund für die moderate Erholung war, dass die Ölpreise aktuell etwas von ihrem Mehrjahreshoch zurückgekommen sind. Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war zunächst bis auf 126,41 US-Dollar gestiegen, den höchsten Stand seit dem Jahr 2022. Zuletzt wurde Brent aber wieder unter 122 Dollar gehandelt.

Die Quartalsergebnisse von Alphabet , Amazon , Microsoft , Meta und Qualcomm am Mittwochabend hätten die Investoren nicht vollends zufriedengestellt, erklärte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Am Donnerstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht mit dem iPhone-Produzenten Apple ein weiteres Unternehmen aus der Gruppe der "Glorreichen Sieben" seine Quartalsbilanz.

Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Die Inflation wird aber auch in den USA ein immer brisanteres Thema. An diesem Donnerstag steht am Nachmittag die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda. Ökonomen erwarten, dass auch die EZB die Leitzinsen vorerst nicht ändern wird und zunächst die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs abwarten dürfte.

Aus Branchensicht waren die vom KI-Hype erfassten Halbleiterwerte gut gefragt. Aixtron stiegen nach Quartalszahlen um 2,6 Prozent und profitierten von der Nachfrage im Optoelektronik-Geschäft. Infineon legten um 0,4 Prozent zu, nachdem sie zur Wochenmitte von guten Zahlen des niederländischen Chipkonzerns NXP profitiert hatten.

Suss-Microtec-Anteile erklommen ein Rekordhoch und verbuchten zuletzt einen Zuwachs von 7,3 Prozent. Siltronic gewannen jeweils rund 4,5 Prozent.

Bei der DHL Group stieg der operative Gewinn (Ebit) im ersten Quartal stärker als erwartet. Die freien Barmittelzuflüsse vor Zu- und Verkäufen von Unternehmensteilen fielen ebenfalls deutlich besser als prognostiziert aus. Derweil sank der Umsatz etwas stärker als geschätzt. Die Jahresziele bestätigte der Logistikkonzern. Für die Aktien ging es an der Dax-Spitze zuletzt um 3,8 Prozent aufwärts.

Der Chemiekonzern BASF bekam auch im ersten Quartal den Wettbewerbsdruck zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) ging um knapp sechs Prozent zurück. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent. Dies hängt mit Dividendenzahlungen von der Beteiligung von Wintershall Dea zusammen. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand. Die Aktien fielen um 0,7 Prozent.

Der VW-Konzern geriet im ersten Quartal in einem schwierigen Umfeld und wegen Kosten für die US-Einfuhrzölle bei der Profitabilität weiter unter Druck. Die operative Marge lag bei 3,3 Prozent, rund 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Analysten hatten im Schnitt mit 3,7 Prozent gerechnet. Das operative Ergebnis ging insgesamt um gut 14 Prozent zurück, der Umsatz sank leicht. Die VW-Vorzugsaktie verlor 0,6 Prozent.

Der Triebwerksbauer MTU steigerte den Umsatz im ersten Quartal trotz eines negativen Umfelds und des schwachen US-Dollar um sechs Prozent. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (Ebit) wuchs ebenso stark und übertraf die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der Vorstand um MTU-Chef Johannes Bussmann hält an seinen Jahreszielen fest, rüstet sich aber für mögliche Belastungen durch den Iran-Krieg. Die MTU-Papiere verteuerten sich um 2,0 Prozent.

Brenntag-Aktien verzeichneten einen Kursanstieg von 2,5 Prozent auf 61,22 Euro. Zuvor hatte die Schweizer Großbank UBS die Papiere des Chemikalienhändlers von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 42 auf 60 Euro angehoben. Der Nahost-Krieg habe die Weichen neu gestellt, Preissprünge bei Energie und Chemieprodukten sorgten für bessere Gewinnaussichten bei Brenntag, schrieb Analystin Nicole Manion.

Die Aktien von Gea , Hochtief , Munich Re , Rational und RTL werden am Donnerstag mit Dividendenabschlägen gehandelt./edh/zb

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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