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Mon Sep 28 09:54:14 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz wieder deutlich anziehender Ölpreise hat sich der Dax am Montag zum Handelsstart stabil gezeigt. Noch sind die Anleger geduldig, da US-Präsident Donald Trump in dieser Woche weitere Gespräche mit dem Iran erwartet.
Der deutsche Leitindex hielt sich im frühen Handel bei 25.418 Punkten knapp im Plus. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab zugleich um 0,1 Prozent auf 31.017 Zähler nach.
Nach Angaben des US-Nachrichtenportals "Axios", das sich auf zwei verschiedene Quellen beruft, wird bereits zu Wochenbeginn mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und dem Iran gerechnet. Die Stimmung bleibt aber angesichts der verhärteten Fronten anfällig für schlechte Nachrichten aus Nahost. Die Ölpreise legten über das Wochenende wieder zu, nachdem Trump einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormus als nicht annehmbar bezeichnet hatte.
"Der Dax ist weiterhin auf Richtungssuche. Seit zweieinhalb Wochen pendelt er de facto zwischen der 50-Tage-Linie auf der Oberseite und der 100-Tage-Linie auf der Unterseite. Ein nachhaltiger Ausbruch ist bislang weder nach oben noch nach unten gelungen", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Und angesichts der weiter unklaren Lage in Nahost könnte das vorerst auch so weitergehen. "Im Moment erscheint vollkommen offen, wohin die Reise beim deutschen Leitindex geht", erklärte Altmann.
Im Dax schwächelten vor allem Aktien mit KI-Bezug. Experten zufolge wird das Ausbautempo generell wieder stärker hinterfragt, zumal ChatGPT-Entwickler OpenAI nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt hat. So büßten Infineon 1,3 Prozent ein und als Schlusslicht verloren Siemens Energy 2,2 Prozent. Im MDax zeigten sich Suss Microtec , Siltronic , Elmos oder auch Aixtron schwach mit Verlusten zwischen 1,8 und 2,7 Prozent.
Jenoptik als KI-Profiteur gaben unterdessen moderater um 0,8 Prozent nach. Ein Kommentar von Stifel stützte. Die Analysten nahmen die Bewertung der Tech-Aktie mit "Buy" wieder auf.
Krones legten unterdessen 1,5 Prozent zu. Nach Kurseinbußen von rund 22 Prozent in diesem Jahr sind die Experten von Kepler Cheuvreux nicht mehr so pessimistisch eingestellt und hoben die Bewertung von "Reduce" auf "Hold". Damit sehen sie die Aktie des Maschinen- und Anlagenbauer für die Getränke- und Lebensmittelindustrie inzwischen als fair bewertet an./ck/mis
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