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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Erholung - Schwergewichte wie Apple treiben an

29.10.2020 21:27:33

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einer mehrtägigen Talfahrt an den US-Börsen ist am Donnerstag etwas Beruhigung eingekehrt. Rückenwind gab es von der Konjunktur sowie von optimistischen Anlegern, die nach Handelsschluss auf positive Überraschungen von Börsenschwergewichten wie Apple, Alphabet oder auch Amazon hofften. Zudem fiel ein Teil der bereits vorgelegten Quartalsberichte besser als erwartet aus.

Der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial legte letztlich um 0,52 Prozent auf 26 659,11 Punkte zu und wurde dabei von den Apple-Aktien angeführt. Der Verlust seit Wochenbeginn beläuft sich damit auf knapp 6 Prozent.

Der marktbreite S&P 500 erholte sich am Donnerstag mit plus 1,19 Prozent auf 3310,11 Punkte etwas von seiner jüngsten Talfahrt. Der Nasdaq 100 legte sogar um 1,87 Prozent auf 11 350,74 Zähler zu.

Nach dem coronabedingten Konjunktureinbruch im zweiten Quartal wuchs die US-Wirtschaft im dritten Jahresviertel wieder stark. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet um 33,1 Prozent zu und übertraf damit die Markterwartung. Dass die Pandemie jedoch weiterhin tiefe Spuren hinterlässt, zeigten die Arbeitsmarktdaten aus der vergangenen Woche: Wegen der Corona-Krise stellten erneut mehr als 700 000 Menschen einen Neuantrag auf Arbeitslosenhilfe. Volkswirte hatten allerdings sogar mit 770 000 Erstanträgen gerechnet.

Unternehmensseitig ging die Berichtssaison weiter und läuft auf ihren Höhepunkt zu. Nach Börsenschluss am Donnerstag berichteten neben dem iPhone-Hersteller Apple auch Amazon , die Google-Mutter Alphabet sowie Facebook über ihr abgelaufenes Jahresviertel. In Erwartung erfreulicher Zahlen und eines positiven Ausblicks stiegen Apple an der Dow-Spitze um 3,1 Prozent.

Mit knapp 5 Prozent Plus für Facebook, etwas mehr als 3 Prozent für die Alphabet-Papiere und plus 1,5 Prozent für Amazon zeigten sich auch die Papiere der anderen Börsen-Schwergewichte klar auf der Gewinnerseite.

Die Aktien des Kreditkartenanbieters Visa erholten sich mit plus 2,2 Prozent etwas von ihren deutlichen Vortagesverlusten. Der Kreditkarten-Riese litt zwar in seinem abgelaufenen vierten Geschäftsquartal weiter stark unter einem Einbruch von Auslandszahlungen, dennoch übertraf er ergebnisseitig die Markterwartungen.

Im S&P 100 stiegen die Anteilscheine des zweitgrößten US-Autobauers Ford um 2,6 Prozent. Trotz der Corona-Krise meldete Ford für das dritte Quartal einen kräftigen Gewinnsprung. Um 3,7 Prozent ging es dort zugleich die Aktien von Dupont nach oben. Der Spezialchemiekonzern übertraft mit seinem Gewinnziel für 2020 die Erwartungen der Experten.

Die Papiere der Online-Handelsplattform Ebay indes büßten an der Nasdaq 7,5 Prozent ein. Zwar liefen die Geschäfte in der Corona-Pandemie weiter rund, doch nahm das gesamte abgewickelte Verkaufsvolumen nicht so deutlich zu wie im vorangegangenen Quartal. Dies weckte Sorgen, dass der krisenbedingte Boom schon wieder vorbei sein könnte. Auch Spotify sorgte bei seinen Anlegern für lange Gesichter. Die Aktie gab um 3,4 Prozent nach. Der schwedische Marktführer im Bereich Musikstreaming enttäuschte Händlern zufolge in erster Linie mit seinen durchschnittlichen Einnahmen durch Premium-Nutzer, die erneut sanken, denn diese sind sein wichtigster Umsatztreiber.

Netflix indes sprangen um 3,7 Prozent hoch, nachdem der Video-Streamingdienst Preiserhöhungen auf seinem Heimatmarkt USA ankündigte.

Der Kurs des Euro erholte sich im US-Geschäft nur geringfügig von seinen vorangegangenen kräftigen Verlusten. Zum Börsenschluss an der Wall Street wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1675 US-Dollar gehandelt. Angesichts deutlicher Signale der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine zusätzliche Lockerung der bereits extrem expansiven Geldpolitik war sie zuvor bis auf 1,1650 Dollar abgesackt. Am US-Rentenmarkt büßte der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) 0,30 Prozent auf 138,41 Punkte ein. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe lag bei 0,830 Prozent./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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