Nachrichten Detail
Sat Apr 18 08:35:17 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Transportbranche in Deutschland erwartet eine weitere Zunahme bei den Insolvenzen. "Bei den derzeitigen Rahmenbedingungen werden die Insolvenzen weiter steigen", sagte Dirk Engelhardt, Chef des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Deutschen Presse-Agentur. Dies treffe zunächst vor allem die kleineren und mittleren Betriebe.
"Die Lage ist im Moment katastrophal", sagte Engelhardt. Die Preisanstiege an den Zapfsäulen seit Beginn des Iran-Kriegs belasteten den deutschen Mittelstand außerordentlich. Doch schon vor dem Iran-Krieg sei die Situation der Branche sehr angespannt gewesen. Das größte Problem sei der "grassierende Fahrermangel". Der Branche fehlten etwa 120.000 Lkw-Fahrer, sagte Engelhardt. Und die Tendenz sei steigend.
BGL: Unternehmen reduzieren Kapazitäten
Die mittelständischen Unternehmen reduzierten als Reaktion auf die schwierigen Bedingungen ihre Kapazitäten, sagte Engelhardt. Das sei eine kritische Entwicklung, da das in keiner Insolvenzstatistik erscheine. Aber sollte die Wirtschaft wieder anziehen oder ein Krisen- oder Verteidigungsfall eintreten, könnten nicht genügend Transportkapazitäten verfügbar sein.
"Der Wirtschaft geht es insgesamt sehr schlecht. Weil es ihren Kunden schlecht geht, leidet auch die Logistikbranche", sagte Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Spedition und Logistik (DSLV). "Der Umsatz und die Rendite schmelzen", sagte Huster.
Verband rechnet mit zunehmenden Geschäftsaufgaben
Der DSLV vertritt vor allem Unternehmen, die als Spediteure Transportdienstleister beauftragen, wie sie vor allem vom BGL vertreten werden. "Die Speditions- und Logistikbranche spürt Insolvenzen nicht in dem Ausmaß wie der Straßentransportsektor", sagte Huster. Dort rechne er definitiv mit zunehmenden Geschäftsaufgaben.
Ein prominentes Beispiel war zuletzt das schwäbische Transportunternehmen Betz International, das in finanzielle Schieflage geraten war und Insolvenz anmeldete.
"Der wirtschaftliche Druck auf kleinere Unternehmen wird durch steigende Lohnkosten zusätzlich verstärkt und zeigt sich auch in einer Zunahme von Insolvenzen", heißt es in einer Mitteilung des Datendienstleisters Datev zu einer aktuellen Analyse der Logistikbranche. Datev zufolge verliert die Branche zunehmend mittelständische Betriebe. Die Zahl der monatlichen Insolvenzen nähere sich nach dem pandemiebedingten Tiefpunkt wieder dem Vorkrisenniveau an.
Auf eine schnelle Verbesserung könnten die kleinen und mittleren Unternehmen nicht hoffen, hieß es laut Datev-Mitteilung. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und der damit verbundenen volatileren Rohöl- und Erdgaspreise sei zu erwarten, dass sich Kosten- und Lieferkettenbelastungen weiter verschärfen.
Was Verbände fordern
Mehrere Verbände des Verkehrsgewerbes hatten Bundeskanzler Friedrich Merz vor einer Woche in einem offenen Brief zu schnellem Handeln in der Kostenkrise aufgerufen. Steigende Energie- und Betriebskosten sowie wachsender wirtschaftlicher Druck brächten zahlreiche Unternehmen an den Rand ihrer Existenz, warnten sie.
Konkret verlangten die Verbände unter anderem niedrigere Energie- und Stromsteuern, die Abschaffung der CO2-Doppelbelastung im Straßengüterverkehr sowie kurzfristige Entlastungen wie Preisdeckelungen oder Ausgleichszahlungen./rwi/DP/zb
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
