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Wed Feb 04 16:37:26 CET 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - Mit Blick auf den Technologiesektor halten sich die Investoren an den US-Börsen am Mittwoch weiter zurück. Von einer Erholung gab es im frühen Handel beim Nasdaq 100 , der am Vortag schon deutlich gefallen war, keine Spur. Anleger hinterfragen neuerdings, für welche Branchenunternehmen die Künstliche Intelligenz neben Chancen auch eine Gefahr bedeutet. Der technologielastige Leitindex büßte zuletzt 0,9 Prozent auf 25.108 Punkte ein.
Geringfügig besser sah es am breiten Markt aus, wo der S&P 500 um die Gewinnschwelle pendelte. Zuletzt lag der vielseitige Index 0,1 Prozent im Minus bei 6.912 Zählern. Klare Gewinne gab es aber für den stärker auf Standardwerte fokussierten Dow Jones Industrial , der im frühen Mittwochshandel um 0,6 Prozent auf 49.540 Punkte stieg. Er blieb aber unter seinem Vortagsrekord von 49.653 Zählern.
Die Portfoliomanagerin Stephanie Niven von Ninety One sprach von "wahllosen Verkäufen" bei gewissen Branchenwerten aus dem Software- und IT-Bereich. Es sei noch nicht abschließend geklärt, wie viel davon purer Angst geschuldet oder auch fundamental begründbar sei. Klar sei jedoch, dass es bei vielen Werten einen Vertrauensverlust gebe. Dieses Vertrauen müsse erst wieder hergestellt werden.
Unter den Dow-Werten erwischte der Ausverkauf die Aktien von Nvidia , Salesforce und IBM , die bis zu 3,3 Prozent einbüßten. Ihrem freien Fall gar nicht entkommen konnten die Aktien des App-Entwicklungsdienstleisters Applovin , die nochmals um 16 Prozent abrutschten. Seit Weihnachten hat sich der Kurs des Unternehmens mittlerweile fast halbiert.
Auch im Gaming-Bereich machten sich zuletzt die Sorgen bemerkbar, dass die Künstliche Intelligenz bald die Branche aufmischen wird. Die Titel von Take-Two , setzten ihren Kursrutsch um 4,2 Prozent fort, obwohl im dritten Quartal deutlich die Erwartungen übertroffen wurden. Omar Dessouky von der Bank of America sieht hier eine klare Kaufgelegenheit vor der Einführung einer neuen Version des Kassenschlagers "Grand Theft Auto".
Dem Kursrutsch bei einigen Tech-Werten schloss sich AMD mit einem Einbruch um mehr als 14 Prozent an, hier allerdings wegen individueller Nachrichten. Am Markt hieß es, die Umsatzprognose des Chipherstellers enttäusche die Anleger. Dies sei ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen nicht die von einigen erwarteten Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz erziele.
Ein Lichtblick waren US-Pharmawerte, die von Eli Lilly mit einem Kurssprung um sieben Prozent angeführt worden. Anders als der europäische Konkurrent Novo Nordisk glänzten die Amerikaner im Wettkampf um Gewichtssenker-Produkte mit ihrer Prognose für 2026. Anleger werten dies als Indiz, dass die Amerikaner den Europäern davon laufen. Novo-Aktien waren am Mittwoch in Kopenhagen um 18 Prozent eingebrochen.
Aus dem Pharmabereich legten die Aktien von Amgen fast fünf Prozent zu. Das Biotechnologie-Unternehmen hat dank starker Verkäufe seiner Topmedikamente im abgelaufenen Quartal überraschend viel umgesetzt und verdient.
Für Aufmerksamkeit sorgte noch eine Übernahme: Texas Instruments will den texanischen Halbleiterhersteller Silicon Labs für 7,5 Milliarden US-Dollar kaufen. Das ließ dessen Kurs um fast 50 Prozent nach oben schnellen, während die Titel von Texas Instruments in dem schwachen Tech-Umfeld um 1,3 Prozent nachgaben.
Einen Kurssprung um 40 Prozent konnten die Anleger von Enphase Energy feiern. Der Hersteller von Solar-Produkten wie etwa Wechselrichtern übertraf mit seinem Ausblick auf das erste Geschäftsquartal die Erwartungen und signalisierte einen Wendepunkt, was die Nachfrage betrifft - wohl auch unter dem Einfluss bald endender Steuervorteile./tih/he
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