Nachrichten Detail
Thu Jan 29 13:23:16 CET 2026
(neu: mehr Details und Hintergrund)
PEKING (dpa-AFX) - Angesichts der Turbulenzen im Verhältnis zu den USA unter Präsident Donald Trump wächst das Interesse der westlichen US-Verbündeten an mehr Nähe zu China. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer, der in dieser Woche mit einer großen Wirtschaftsdelegation in Peking ist, lobte nach einem Gespräch mit Staatschef Xi Jinping die "guten und starken Beziehungen" beider Länder.
Es ist der erste Besuch eines britischen Regierungschefs seit acht Jahren. Auch Kanzler Friedrich Merz will der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt laut Medien Ende Februar einen Besuch abstatten.
Das britisch-chinesische Verhältnis war zuletzt stark abgekühlt. Sowohl der Kurs Pekings in der früheren Kronkolonie Hongkong als auch der Umgang mit der Minderheit der Uiguren und Spionagevorwürfe hatten zu Kritik und Zurückhaltung aus London geführt.
China will neues Kapitel aufschlagen
Doch nun soll es eine Annäherung geben. "Wir haben einige wirklich gute Fortschritte gemacht", zitierte der Sender Sky News den britischen Regierungschef nach dem Treffen mit Xi. So habe es Beratungen über eine Reduzierung der Zölle für Whisky aus Großbritannien, visafreie Reisen nach China und Zusammenarbeit bei der Bekämpfung irregulärer Migration gegeben. Durch engere Handelsbeziehungen mit China erhofft sich Starmer niedrigere Preise für britische Verbraucher und neue Arbeitsplätze.
Beim Thema Visafreiheit verkündete London kurze Zeit später eine Einigung. Demnach sollen Brite bald bis zu 30 Tage ohne Visum nach China reisen dürfen. Für Deutsche und Bürger anderer europäischer Staaten gilt eine ähnliche Regel bereits.
Präsident Xi erklärte nach offiziellen chinesischen Angaben, China sei bereit, mit Großbritannien eine langfristige und stabile umfassende strategische Partnerschaft zu entwickeln. Er sei überzeugt, dass der Besuch ein Erfolg sein werde und beide Länder ein neues Kapitel der chinesisch-britischen Beziehungen aufschlagen könnten.
"Respektvolle Diskussion" über Menschenrechte
Trotz des Tauwetters bleiben Spannungsfelder zwischen China und Großbritannien bestehen. Dazu zählen aus britischer Sicht Sicherheits- und Spionagebedenken sowie der Umgang mit chinesischen Investitionen in kritische Infrastruktur. Erst kürzlich hatte London nach längerem Zögern dem Bau einer neuen chinesischen "Mega-Botschaft" in der britischen Hauptstadt zugestimmt. Kritiker befürchten, das Gebäude im Bankenviertel City of London könne als Basis für Spionage und Repression gegen im Exil lebende Dissidenten genutzt werden.
Auch angesichts der ausstehenden Verkündung des Strafmaßes gegen den inhaftierten Hongkonger Medienmogul Jimmy Lai, der auch einen britischen Pass hat, gibt es Spannungen. Lai droht lebenslange Haft, nachdem ihn ein Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungsregion bereits schuldig gesprochen hatte. Starmer betonte, man habe dieses und weitere kritische Themen in einer "respektvollen Diskussion" angesprochen. Kommentatoren in Großbritannien mutmaßten, Starmer habe allenfalls sanfte Töne in Peking angeschlagen.
Westliche Regierungschefs stehen Schlange in Peking
Auch Kanada hatte jahrelang keinen Regierungschef mehr nach Peking entsandt, bevor es Mitte Januar wieder zu einem hochrangigen Treffen kam, bei dem auch neue Handelsabsprachen getroffen wurden. Die Regierungschefs von Irland und Finnland waren im Januar ebenfalls zu Gesprächen in China. Im Dezember hatte zudem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch für stabilere Beziehungen mit Peking geworben.
Angesichts der strikt nach dem Motto "America First" ausgerichteten Außenpolitik Trumps und seiner aggressiven Zollpolitik sind viele traditionelle Verbündete mehr oder minder auf Distanz zur Regierung in Washington gegangen. In vielen Ländern wird darüber diskutiert, wie man sich in unberechenbaren Zeiten wirtschaftlich und militärisch unabhängiger von den Vereinigten Staaten machen kann - ohne den mächtigen US-Präsidenten zu verprellen./jpt/DP/jha
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
