Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

Großstadt-Mieten binnen zehn Jahren um 43 Prozent gestiegen

Mon Apr 06 08:32:25 CEST 2026

BERLIN (dpa-AFX) - Trotz Mietpreisbremse müssen Wohnungssuchende in Großstädten heute im Schnitt 43 Prozent mehr zahlen als vor zehn Jahren. In Berlin sind es sogar 69 Prozent mehr - der höchste Zuwachs bundesweit. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay hervor.

Das Bauministerium bezieht sich dabei auf Angebotsmieten ohne Nebenkosten von im Internet inserierten Wohnungen in 14 Großstädten. Demnach stieg die geforderte Kaltmiete in Berlin von 9,02 Euro je Quadratmeter im Jahr 2016 auf 15,25 Euro im vergangenen Jahr. Bei den Steigerungsraten lag Leipzig mit 67 Prozent auf Platz zwei, danach kamen Bremen und Duisburg mit jeweils 46 Prozent plus, Essen und Düsseldorf mit 43 und Hamburg mit 42 Prozent.

München bei Quadratmeterpreis vorn

München liegt mit einem Plus von 37 Prozent unter dem Schnitt, doch waren dort die Mieten schon 2016 sehr hoch. Mit 21,29 Euro je Quadratmeter war die bayerische Landeshauptstadt bei Neuvermietungen 2025 so teuer wie keine andere deutsche Großstadt. Frankfurt am Main erreichte nach einem Zehn-Jahres-Plus von 39 Prozent einen Durchschnittswert von 16,58 Euro. In Stuttgart waren es bei 37 Prozent Zuwachs nun 16,06 Euro je Quadratmeter.

Das Ministerium weist darauf hin, dass neue Vermietungen über andere Wege als Internetinserate womöglich günstiger sind, so etwa über Wartelisten bei Wohnungsbauunternehmen oder direkte Vermittlung. "Die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen sind nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen", heißt es in der Antwort.

Deckel statt Bremse?

Linken-Politikerin Lay verweist dennoch auf eine "Mietpreisexplosion" und spricht von politischem Versagen. "Die Mietpreisbremse kann im Einzelfall wirken, taugt aber nicht, um den rasanten Anstieg von Angebotsmieten auszubremsen", sagte Lay.

Die Mietpreisbremse gilt seit 1. Juni 2015 für die Vermietung von bestehenden Wohnungen in sogenannten angespannten Wohnungsmärkten. Die Miete darf höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Lay kritisiert, dass Ausnahmen das Instrument schwächten, so etwa Möblierungszuschläge oder Kurzzeitvermietungen.

Die Linke wirbt seit Jahren für einen bundesweiten Mietendeckel, der Mieten strikter begrenzen würde als die Preisbremse. Zudem will die Partei ein härteres Vorgehen gegen Mietwucher, also Mieten, die 20 Prozent oder sogar 50 Prozent über der üblichen Vergleichsmiete liegen./vsr/DP/zb

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.