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Tue Jul 14 15:41:48 CEST 2026
ARMONK (dpa-AFX) - Das IT-Unternehmen IBM hat im zweiten Quartal ein verändertes Ausgabeverhalten von Kunden zu spüren bekommen. Der Konzernumsatz legte zwar leicht zu, verfehlte aber deutlich die Erwartungen von Analysten. Die IBM-Aktie rutschte am Dienstag im frühen US-Handel um fast ein Viertel ab. Das war der größte Tagesverlust seit 1987. Die Ergebnisse belasteten auch Software-Aktien wie Microsoft und SAP .
Die Kunden hätten in den letzten Juni-Wochen ihre Ausgaben von IBM-Produkten auf Server, Speicher und Speicherchip-Käufe verlagert, schrieb Unternehmenschef Arvind Krishna in einem Brief an die Aktionäre. Damit hätten sie erwarteten Preiserhöhungen wegen Engpässen vorgegriffen. Zwar habe IBM gewisse Belastungen infolge der Lieferketten einkalkuliert, aber das Ausmaß dieser Neuausrichtung der Investitionsausgaben habe es nicht vorhergesehen. So sprangen die Preise für Speicherchips in die Höhe, weil diese Teile für den rapiden Aufbau von KI-Rechenzentren gebraucht werden.
IBMs Umsatz legte im zweiten Quartal laut vorläufigen Berechnungen um ein Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar zu, wie das Unternehmen überraschend am Dienstag mitteilte. Analysten hatten hier mit deutlich mehr gerechnet. Dabei kletterten die Erlöse mit Software um 5 Prozent nach oben. Der Erlös aus Infrastruktur ging hingegen um 7 Prozent zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie zog um fünf Prozent auf 2,93 Dollar an.
Konzernchef Arvind Krishna hatte IBM verstärkt auf das Geschäft mit Software ausgerichtet, unter anderem durch milliardenschwere Zukäufe wie Red Hat, HashiCorp und Confluent. Die harsche Reaktion der Anleger am Dienstag könnte auch daran liegen, dass es am Markt die Sorge gibt, Künstliche Intelligenz könnte mit ihren Software-Fähigkeiten das Geschäft von IBM aushöhlen./mne/so/stw/he
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