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Fri Jan 23 16:22:33 CET 2026
(neu: Kursreaktion nach US-Börsenstart)
SANTA CLARA (dpa-AFX) - Der Chipkonzern Intel wird auf seinem Sanierungskurs von Lieferengpässen gebremst. Die Umsatzprognose von 11,7 bis 12,7 Milliarden US-Dollar für das laufende Quartal enttäuschte die Wall Street: Die Intel-Aktie sackte kurz nach US-Handelsstart am Freitag um mehr als 16 Prozent auf rund 45,51 Dollar ab und war mit Abstand größter Verlierer im technologielastigen Index Nasdaq 100 . Allerdings hatte das Papier in den vergangenen Wochen einen steilen Kursanstieg hingelegt.
Seit dem Jahreswechsel steht nach den jüngsten Verlusten nun noch ein Kursgewinn von rund 23 Prozent zu Buche. Zum Börsenschluss am Donnerstag waren es noch rund 47 Prozent gewesen.
Auch für den Branchenexperten Harlan Sur von der US-Bank JPMorgan war der Kursanstieg der vergangenen Wochen zu viel des Guten. Er hob sein Kursziel in einer Studie vom Freitag zwar an, allerdings nur von 30 auf 35 US-Dollar. Seine Einstufung für die Aktie lautet weiterhin auf "Underweight". Die jüngsten Kennzahlen des Halbleiterkonzerns fand er zwar besser als erwartet. Der Ausblick des Managements auf das laufende Jahr habe jedoch enttäuscht.
Intel-Finanzchef David Zinsner sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, es brauche unter anderem Zeit, die Produktionskapazitäten bei der neuen Chipgeneration von Intel hochzufahren. In dieser Situation wolle das Unternehmen in den kommenden Monaten bevorzugt die starke Nachfrage nach Technik für Rechenzentren bedienen. Der Konzern habe den Bedarf in dem Bereich bei seinen Planungen unterschätzt.
Analyst Jay Goldberg von Seaport Research verwies im US-Sender CNBC auch auf die Knappheit bei Speicherchips, wegen der weniger PCs mit Intel-Chips gebaut werden könnten. Grund für die Engpässe ist, dass der Bedarf an Speicher für KI-Rechenzentren die Produktionskapazitäten strapaziert.
Im vergangenen Quartal übertraf Intel noch die Erwartungen der Analysten trotz eines Umsatzrückgangs und roter Zahlen. Die Erlöse fielen im Jahresvergleich um vier Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar. Unter dem Strich gab es einen Verlust von 591 Millionen Dollar nach roten Zahlen von 126 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.
Intel versucht unter dem seit knapp einem Jahr amtierenden Chef Lip-Bu Tan unter anderem durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen und gab dafür unter anderem die Pläne zum Bau eines Werks in Magdeburg auf. Im August bekam der US-Staat nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung für zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen. Der Intel-Aktienkurs verdoppelte sich seitdem.
Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch unter Druck im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren./so/stw/DP/
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